Umzugspläne: Neuer Batsheva-Campus in Tel Aviv
Es ist ein lang gehegter Wunsch und derzeit das wohl ambitionierteste Projekt der Batsheva Dance Company: ein eigenes Tanzzentrum im Süden von Tel Aviv. Und die Zeichen stehen günstig, denn vor Kurzem hat der zuständige Bauausschuss grünes Licht gegeben, ohne Gegenstimmen. Der Deal ist somit unter Dach und Fach. Theoretisch zumindest.
Über Jahre hinweg hat Ohad Naharin, bis vor einem Jahr noch Künstlerischer Leiter der Kompanie, seinen Plan vorangetrieben und kräftig die Werbetrommel gerührt.
Derweil konnten Unterstützer und Freunde der Kompanie in Israel und anderswo rund 70 Millionen Schekel – umgerechnet gut 17 Millionen Euro – eintreiben und somit die seitens der Stadt erwarteten Baukosten aufbringen. Das auserkorene Gelände ist ein ausgedienter Busbahnhof in Neve Sha’anan, einer eher heruntergekommenen Gegend mit einkommensschwacher Einwohnerstruktur zuzüglich einiger Tausend zumeist aus afrikanischen Ländern Zugewanderter. Ein sozialer Brennpunkt also. Der zukünftige Batsheva-Campus – Optimisten erwarten die Eröffnung im Jahr 2022 – gehört zu einem umfänglicher dimensionierten Entwicklungsprogramm für das gesamte Quartier; man kann daher realistischerweise davon ausgehen, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2019
Rubrik: Side Step, Seite 18
von Ora Brafman
CD des Monats: Magna Sequentia
Eine «große Tanzsuite» sucht man im Bach-Werke-Verzeichnis vergeblich. Es gibt gleich sechs Partiten, jede Menge Suiten. Aber eine «Magna Sequentia», deren ersten Teil uns Sonia Rubinsky hier vorstellt, hat Johann Sebastian Bach nie komponiert, und doch handelt es sich dabei um keinen Etikettenschwindel. Die brasilianische Pianistin...
Vor einem Jahr ist in Barcelona Carmen Mateu gestorben, Mäzenin und Mitbegründerin des internationalen Musikfestivals «Castell de Peralada» im Nordosten Spaniens. Ihr zu Ehren hat Isabel Suqué den «Carmen Mateu Young Artist European Award, Opera and Dance» ins Leben gerufen, der alternierend an eine der beiden Passionen ihrer Mutter erinnert. Die «First Edition»...
Einst sah ich Dore Hoyer wie einen dunklen Vogel, schräg vorwärts geneigt, durch den Berliner Tiergarten eilen. Als «letzte Fahnenträgerin des Ausdruckstanzes», wie sie sich selbst nannte, strebte sie einsam, in sich gekehrt, der neuen Akademie der Künste (AdK) am Hanseatenweg entgegen. Mit der Studiobühne und den Künstlerwohnungen war der aparte Flachbau mit den...
