torobaka
Die Arme dem Himmel entgegengereckt, die Finger gespreizt. Die erste gemeinsame Pose in «Torobaka» beschwört Gestirne und Gottheiten, wirkt eher heidnisch als hinduistisch. Kein Zweifel aber, dass sie auf die Huldigung Ganeshas zu Beginn von Kathak-Auftritten zurückgeht. Doch Israel Galván und Akram Khan – der eine in Sevilla, der andere in London ansässig – wollen bei ihrem Pas de deux auf keinen Fall in einem Ballwechsel zwischen zwei Kulturen, Regionen, Städten oder Völkern steckenbleiben.
Daher ziehen sie sich immer wieder auf das Terrain der Abstrak-tion zurück, wo sich neutrale, persönliche und ganz neue Formen erfinden lassen. Sie duellieren sich wie auf einem Feuerball, ihre Arena ist kreisrund und glutorange, wie eine untergehende Sonne. Über ihnen schwebt ein himmlischer Kranz, der die Szene beleuchtet.
Die Produktion liegt im Trend. Am Flamenco führt kaum noch ein Weg vorbei. Gerade fand der Pferdekünstler Bartabas in Andrés Marín sein andalusisches Alter Ego. «Golgota» heißt ihre gemeinsame Prozession. Und Carolyn Carlson verbündete sich unlängst mit Eva Yerbabuena. Nun also geriet Israel Galván ins Blickfeld von Akram Khan. Im Gegensatz zu den anderen Duos der Saison ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Thomas Hahn
Eine in Minneapolis geborene Tänzerin geht auf Audition-Tour durch Europa. Im Jahr 1988. Beim Ballett Frankfurt gefällt ihr die Arbeitsweise von William Forsythe auf Anhieb. Umgekehrt trifft das auch zu. Also bekommt Dana Caspersen, gerade mal 23 Jahre alt, einen Vertrag. Und bleibt. Bis heute. Seit 2005 heißt die Kompanie The Forsythe Company, und der Namensgeber,...
Sie sind Amerikanerin, Lehrerin für Spiraldynamik und wurden bekannt als Tänzerin bei Maurice Béjart – ein bewegtes Leben.
Ja, ich bin in Westport, Connecticut geboren und dort aufgewachsen, bis ich 14 Jahre alt war. Danach sind meine Eltern nach London umgezogen. Wir waren zwei Jahre da, von dort ging ich nach Brüssel.
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Hier in der Schweiz in...
Jan Broeckx sitzt künftig in einem Frisiersalon. «Da kann man mir dann den Kopf waschen», scherzt der gebürtige Antwerpener. Als Leiter der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München expandiert er, wo er kann. Die neuen Büroräume stehen bereits als Rohbau in besagtem Frisiersalon. «Endlich sitzen wir dann alle zusammen», sagt er. Broeckx hat den...
