torobaka

Was geschieht, wenn Akram Khan und Israel Galván gemeinsam in den Ring steigen? Die Erneuerer von Kathak und Flamenco machen sich auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Kunst, nach deren Universalismen – um zu entdecken, was zukunftsweisend ist

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Die Arme dem Himmel entgegengereckt, die Finger gespreizt. Die erste gemeinsame Pose in «Torobaka» beschwört Gestirne und Gottheiten, wirkt eher heidnisch als hinduistisch. Kein Zweifel aber, dass sie auf die Huldigung Ganeshas zu Beginn von Kathak-Auftritten zurückgeht. Doch Israel Galván und Akram Khan – der eine in Sevilla, der andere in London ansässig – wollen bei ihrem Pas de deux auf keinen Fall in einem Ballwechsel zwischen zwei Kulturen, Regionen, Städten oder Völkern steckenbleiben.

Daher ziehen sie sich immer wieder auf das Terrain der Abstrak-tion zurück, wo sich neutrale, persönliche und ganz neue Formen erfinden lassen. Sie duellieren sich wie auf einem Feuerball, ihre Arena ist kreisrund und glutorange, wie eine untergehende Sonne. Über ihnen schwebt ein himmlischer Kranz, der die Szene beleuchtet.

Die Produktion liegt im Trend. Am Flamenco führt kaum noch ein Weg vorbei. Gerade fand der Pferdekünstler Bartabas in Andrés Marín sein andalusisches Alter Ego. «Golgota» heißt ihre gemeinsame Prozession. Und Carolyn Carlson verbündete sich unlängst mit Eva Yerbabuena. Nun also geriet Israel Galván ins Blickfeld von Akram Khan. Im Gegensatz zu den anderen Duos der Saison ...

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Tanz Juli 2014
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Thomas Hahn

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