Der direkte Weg zu tanz – Vorschau auf kommende Ausgaben
im august/september: choreografen an der oper_______
Sasha Waltz hat an der Berliner Staatsoper Wagners «Tannhäuser» inszeniert. Nanine Linning interpretiert in Heidelberg den dreiaktigen «Echnaton» von Philip Glass. Christian Spuck macht kein Geheimnis daraus, dass er sich auch eine Zukunft als Opernregisseur vorstellen kann, die für Reinhild Hoffmann wie für Joachim Schlömer längst Realität geworden ist. Immer wieder werden Choreografen engagiert. Das Musiktheater erhofft sich von ihnen neue künstlerische Impulse.
im jahrbuch: the big five_________
John Neumeier, Martin Schläpfer, Jiří Kylián, William Forsythe – vier Männer und die vor fünf Jahren verstorbene Pina Bausch schufen ein Tanzerbe, am dem sich die Nachkommen noch die Zähne ausbeißen werden. Was genau passiert mit dem hinterlassenen Werk? Welches Testament bereiten Künstler zu Lebzeiten vor, damit sie in die lebendigen Annalen des Tanzes eingehen, damit ihr Opus überdauert, nicht verfälscht wird oder in Vergessenheit gerät? Natürlich könnte man sagen: Wie pietätlos, das schon jetzt zu fragen. Aber stets geht es der Gegenwart auch um die Zukunft ihrer Vergangenheit. Dazu die internationale Kritikerumfrage. Ab 30. ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: impressum, Seite 80
von
Er trägt ein Ringerkostüm, darauf das Europawappen am rechten Fleck – schön mittig auf die athletische Brust gepflanzt. Auch wenn’s zum Kostüm nicht wirklich passt, gelbe Pompons hat er auch zur Hand, dieser einsame Cheerleader, der sich vorgenommen hat, hier und heute unsere mangelnde Europabegeisterung umzubiegen. Vielleicht braucht die Demokratie ja wirklich ein...
Zu den hypnotischen Pizzicato-Klängen eines Cellos und der zarten Singstimme der jungen Frau, die das Instrument live auf der schwarz ausgelegten Bühne spielt, vollführen vier alte Frauen ein strenges Ritual, indem sie einander ein kleines, mit Spitze besetztes Stück Stoff herumreichen: eine schlichte, reduzierte Geste, typisch für die Formensprache des...
The choreographic work of Jan Fabre has been marked all along by the solo’s he made for dancers he loved to work with. The French dancer Cedric Charron, company member since 14 years now could not be an exception to this rule as his input in Fabre’s work has been substantial since he first incarnated a mad barking dog in «As long as the world needs a warrior soul»....
