Tim Plegge: «Memento»

Darmstadt

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«Immerhin haben wir Zeit»: Ein Satz aus dem Programmheft zu «Memento», dem jüngsten Tanzstück Tim Plegges, das sich wegen der Corona-Pandemie in Phasen entwickeln und verändern musste. Es dauerte fast ein Jahr von der Idee, mit Josef Suks «Asrael»-Sinfonie zu arbeiten (wegen der Abstandsregeln im Orchestergraben dann nicht möglich) über das Werkeln an Soli und Duos, über zahlreiche Proben via Zoom, bis zu – endlich! – einem Ablauf mit Gruppenszenen und der «Vier Jahreszeiten»-Bearbeitung von Max Richter.

Es war ein Jahr des Übergangs, denn Plegge leitet das Hessische Staatsballett nun nicht mehr, sondern ist zu seiner Erleichterung Hauschoreograf und von Verwaltungsaufgaben befreit. Direktor des von den Staatstheatern in Wiesbaden und Darmstadt finanzierten Ensembles ist nahtlos der bisherige Kurator Bruno Heynderickx geworden. 

Tim Plegge war beim Staatsballett gleichsam zuständig für die großen Formate, die Handlungsballette, während Gäste für gemischte Programme choreografierten. «Memento» ist nun sein erstes Stück, das auf Erzählelemente verzichtet, wenn auch nicht auf einen roten oder vielmehr dunklen Faden. Der nämlich in eine Art Zwischenreich führt, in dem schwarz ...

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Tanz Januar 2022
Rubrik: Kalender, Seite 33
von Sylvia Staude

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