Drifters

Zukunft, Wellness und tanzende Betonblöcke in The Shed in New York.

Tanz - Logo

The Shed ist ein erstaunliches Konstrukt. Ein ambitioniert-innovatives Kulturzentrum mitten in den Hudson Yards von New York. Es lehnt an einem der sechs neuen gläsernen Wolkenkratzer (geplant sind 14) als Teil eines Billionen-Dollar-Entwicklungsprojekts, dem größten in der Stadt seit dem Rockefeller Center in den 1930er-Jahren. Hier, auf Manhattans Westseite, bauen fast alle berühmten Architekten der Gegenwart – Diller Scofidio + Renfro entwarfen federführend The Shed, das 2019 eröffnet wurde.

Die dahinter stehende gleichnamige Non-Profit-Organisation hat das selbst gesetzte Ziel, Kunst aller Disziplinen und für alle zu zeigen: «Wir glauben, der Zugang zu Kunst ist ein Recht und nicht ein Privileg.» Der Schuppen (eben: the shed) ist ein kinetisches Bauwerk mit einer muskulären Struktur, die die ausziehbare Außenhülle teleskopisch über das Basisgebäude gleiten lässt und so seine Fläche verändert. Der Bau verwandelt sich physisch und in Echtzeit, um sich der jeweiligen künstlerischen Idee anzupassen. Die Struktur ist offen wie der künstlerische Prozess selbst und bietet ihm einen flexiblen, funktional-zurückgenommenen Raum.

Kein Wunder also, dass hier «Fragile Future» gezeigt wird, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2022
Rubrik: Bewegung, Seite 6
von Marina Dafova

Weitere Beiträge
Sharon Eyal: «Promise»

Ein Tanzstück wurde vor der Pandemie zum Quotenhit am Mainzer Staatstheater: «Soul Chain» von Sharon Eyal. Jetzt hat die israelische Choreografin mit drei Tänzerinnen und vier Tänzern in ziemlicher Abgeschiedenheit an «Promise» gearbeitet, das im Kleinen Haus zur Uraufführung kam. Das Stück ist nur 45 Minuten lang, aber wie stets bei Eyal ein unaufhörlicher...

Phantom der Moderne

Dieser kleinwüchsige Mann mit seinem grausamen Humor hatte die Macht, aus einer Pariser Nachtklub-Künstlerin einen Star zu machen. Henri de Toulouse-Lautrec frequentierte die Folies Bergère, um sich dort zu betrinken, umgeben von Tänzerinnen und Kurtisanen. Der Star-Maker von Montmartre galt als genialer Plakatkünstler, seine Lithographien waren überwältigend. Auch...

Praxis klein 1/22

Die Lehrerin: Jasmine Ellis

Jasmine Ellis, Ihr «Bad Lemons Project» in München klingt wie noch so eine verrückte Tanzmethode, oder was verbirgt sich hinter «schlechten Zitronen»? 
Eine Initiative, die professionelles, mit 20 Euro pro Woche auch bezahlbares Training für Profitänzer*innen aus dem Münchner Raum anbietet.

Wer kommt?
Es gibt – je nach den Lehrer*innen –...