Thoss kündigt
«Es war einmal ...» wird man in Hannover bald sagen und nicht nur das gleichnamige Ballett von Stephan Thoss meinen, das sich seit seiner Premiere wachsender Beliebtheit erfreut. Konfrontiert mit einem Intendanten, der künftig eher den Rückschritt sucht, zieht er aus freien Stücken den Kürzeren – und kündigt zum Ende der nächsten Spielzeit.
Des designierten Intendanten Wunsch «nach einer stärker neoklassischen Ausrichtung des Balletts und einer deutlich verstärkten Mitwirkung des Ballettensembles in Musicalaufführungen» verlangt eine künstlerisch grundsätzlich andere Ausrichtung des Ballettensembles. «Ich bedauere», so Thoss, «dass ich meine Arbeit in Hannover nicht weiterführen kann.» Was aus mehreren Gründen schade ist, denn der Besuch der Ballettvorstellungen lässt nicht zu wünschen übrig, die Thoss-TanzKompanie ist in Topform, und der Direktor kann in seinem jüngsten Premierenprogramm der «Carmen de Canto Jondo» eine «Carmen» von Mats Ek zur Seite stellen, ohne in dessem Schatten zu stehen. Sondern auf der Straße und mit ihm seine tollen Tänzer.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
His house stands on a site saturated in ancient magic, atop a hill aligned to the positions of the morning sun and waning moon. A megalithic barrow tomb, long famed for ghostly activity, shares the windy crest. Many would say this is the perfect location to find Michael Keegan-Dolan, a man intensely attuned to the dark side of nature. From this eminence he can gaze...
Der Boulevard kreißte und gebar ein Skandälchen. Den alten Rampen-Revoluzzer Kresnik mag’s gefreut haben, dass die einschlägigen Blätter nach seiner gewagten «Hannelore Kohl» empört taten – anders als das Publikum. Wenn Helmut Kohl auch verlauten ließ, Kresnik missbrauche die künstlerische Freiheit, so kam der Kanzler a. D. doch glimpflich davon. Der notorische...
Choreographer Nanine Linning is known for her often strong compositions and striking lighting designs. Alongside her work with the Scapino Ballet Rotterdam she continues to produce choreographies with her own foundation, Pipsters, for smaller theatres, including 2003‘s performance “Karpp?“ for dancers Iris Reyes and Mirjam ter Linden. This powerful but delicate...
