The Teacher

Tanzpädagogische Kompetenz vermittelt das neue Berliner Weiterbildungsangebot «Seneca». Ein Interview mit Tina Weiler.

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Warum heißt das jetzt im Januar startende Berliner Weiterbildungsangebot für Tänzer, Tanzpädagogen und Lehrer «Seneca»?
Weil der römische Seneca, soweit wir ihn bisher gelesen haben, ein guter Pädagoge gewesen sein muss. «Je mehr wir in uns aufnehmen, umso größer wird unser geistiges Fassungsvermögen» – das stammt von ihm.

Er war Stoiker und glänzte nicht durch übermäßigen Ehrgeiz.
Für Schüler ist so eine Haltung die halbe Miete. Es geht nicht nur um Leistung, es geht auch um ihre Freiheit.

Meine Kollegin Inga Gross und ich haben in der Interessengemeinschaft Berliner Tanzpädagogen festgestellt, wie sehr es daran mangelt. Mit Seneca bieten wir darum an, ein Jahr lang an den Wochenenden in einer unveränderten Klasse weiter voneinander zu lernen, in einem Netzwerk von Leuten aus ganz Deutschland, die sich in dieser Zeit gut kennenlernen, mit kritischen Dozenten wie Martin Puttke oder mit Ulrike Buschendorf, der Musiktheoretikerin an der Ernst-Busch-Schule. Sie bieten ihr Wissen in verschiedenen Modulen an. So, hoffen wir, entsteht ein Kompetenz-Zentrum für tanzpädagogische Fragen.

Gibt es das nicht, etwa beim Bundesverband der Tanzpädagogen?
Es gibt nur geschlossene Systeme. Wenn zum ...

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