Auf DVD: «Peer Gynt» von Heinz Spoerli

Auf DVD: «Peer Gynt» von Heinz Spoerli

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Ein Ballett mit Untertiteln? Warum nicht? Schließlich ist dieser Peer Gynt nicht auf den Mund gefallen. Im Ballett Heinz Spoerlis leiht ihm Philipp Schepmann schauspielernd immer wieder seine Stimme. Im Film hilft die Schrift allerdings nicht, die Vielschichtigkeit des Versdramas von Henrik Ibsen zu vermitteln. Sich allein auf die Körpersprache zu verlassen, bringt wenig, selbst wenn Marijn Rademaker seinem Peer keinen Ausdruck schuldig bleibt. Leichtfüßig tanzt er allen auf und davon. Selbst auf dem sandigen Boden des zweiten Akts macht er noch gute Figur.

Bereits das Eröffnungsbild zeigt den blonden Ballerino als Weiberheld, der von einer zur anderen wechselt. Dass ihn selbst Yen Han als Solveig nicht halten kann, mag verständlich sein, mindert aber in keiner Weise ihre Kunst. Von filigraner Gestalt, findet sie als Einzige zu der Größe, die diesem Ballett gelegentlich fehlt.
Dabei hat Spoerli nichts falsch gemacht. Geschickt kombiniert er die Schauspielmusik von Edvard Grieg, an der nicht mal der große Krumme vorbeikommt, mit Kompositionen von Mark-Anthony Turnage und Brett Dean, die eine ganz andere Tiefenlotung ermöglichen. Liebenswert hat er die Charaktere gezeichnet, lustvoll ...

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Tanz Januar 2010
Rubrik: Magazin, Seite 23
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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