The Maker’s Voice III
Das wäre doch eine hübsche Idee: Wir behaupten, der Tanz gehört dem Zuschauer. Und weil er ihn nicht einfach aus dem Theater mit nach Hause nehmen kann, kann er ihn sich als Tanzdokumentation dauerhaft habhaft machen. So, wie ein Poster zwar keine Gemälde ersetzt. Aber immerhin. Das Video oder die DVD erhält er gegen eine kleine Gebühr. Versteht sich.
Wollte man das allerdings in die Tat umsetzen, es gäbe einen Aufstand der Choreografen, die ihre Kunst für unabfilmbar halten. Und der Musikindustrie natürlich.
Nicht nur Hunger leidende Komponisten, sondern auch gut bezahlte Orchester legen qua Verwertungsgesellschaft ihr Ohr ans Video und mutmaßen Klänge, die zu großen Ausschüttungen fälliger Tantiemen führen. Tänzer und Choreografen als «gebührliche Mitesser» melden sich dagegen gar nicht erst zu Wort. Denn wo sollten sie sich auch anmelden? Egal, niemand will Tanz ohne Musik.
Dabei stünden die Chancen nicht schlecht: Es gibt ja Tanzschaffende, die vor Freude an die Decke springen würden, wenn es ihr Werk auf Video gäbe. Nicht nur als mit Heimkamera aufgezeichnete Dokumentation. Sondern als richtiges Werk, das auch mehr Zuschauer und Veranstalter zeitigen würde.
Utopie? Ach wo. Ist ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Rhythm Is It!» ist ein Blick hinter die Kulissen. Ein Werkstattfilm, der die Geschichte eines außergewöhnlichen Projekts erzählt, das 2002 von der Berliner Philharmonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle initiiert worden ist. Unter Anleitung professioneller Musiker und Choreografen bereiten 250 Kinder und Jugendliche aus Berliner Grund- und Oberschulen – in...
Als der deutsche Filmpionier Max Skladanowsky 1895, im Geburtsjahr des Kinos, gemeinsam mit seinem Bruder ein erstes Programm kurzer Filmszenen zusammenstellt und im Berliner Varieté Wintergarten vorführt, entscheidet er sich neben artistischen und zirzensischen Darstellungen auch für einige Tanzfilme. Man sieht das Kinderpaar einer Artistenfamilie bei einem...
One of the leading young female soloists of the Mariinsky Theatre, Natalia Sologub has performed a large number of principal roles in classical as well as modern repertoire. She came to the Mariinsky from Bashkiria in 1998, at first as an understudy for such stars as Diana Vishneva before becoming a unique, unforgettable dancer-actress in her own right. In just a...
