Terence Kohler kommt
Terence Kohler gilt als deutscher Ballett-Shooting-Star. Der 25-jährige Hauschoreograf des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe machte Furore mit seinen Abendfüllern «Anna Karenina» und «Die Tempeltänzerin». Für das Münchner Prinzregententheater will er nun einen Ballettkrimi mit Arbeitstitel «The Secret Agent» zu Orchestermusik von Philip Glass aufstellen. Dazu lud ihn Ivan Liska als Choreographer in Residence ans Bayerische Staatsballett.
Kohler ist begehrt, mit «11:11» liefert er noch eine Arbeit fürs Koninklijk Ballet van Vlaanderen ab und hat, schlau, gegen den Stress eine Production Company gegründet, die auf nichts weniger als die künstlerischen Konzepte des Ballets-Russes-Erfinders Serge Diaghilev zurückgreifen will. Denn seine Pläne fliegen hoch: Kohler, dessen bayerischer Vater noch Köhler hieß und dessen australische Mutter als Ballettpädagogin und Direktorin des McDonald College in Sydney mit 400 Studenten arbeitet, wünscht sich «am liebsten ein eigenes Ballett zu komponieren». Musik hat er auch studiert. Kohler braucht jetzt alles: Ruhe, eine Firma im Hintergrund, bloß keine eigene Kompanie, sondern Ideen, um das Handlungsballett ähnlich neu zu erfinden, wie es schon ...
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