Terence Kohler kommt
Terence Kohler gilt als deutscher Ballett-Shooting-Star. Der 25-jährige Hauschoreograf des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe machte Furore mit seinen Abendfüllern «Anna Karenina» und «Die Tempeltänzerin». Für das Münchner Prinzregententheater will er nun einen Ballettkrimi mit Arbeitstitel «The Secret Agent» zu Orchestermusik von Philip Glass aufstellen. Dazu lud ihn Ivan Liska als Choreographer in Residence ans Bayerische Staatsballett.
Kohler ist begehrt, mit «11:11» liefert er noch eine Arbeit fürs Koninklijk Ballet van Vlaanderen ab und hat, schlau, gegen den Stress eine Production Company gegründet, die auf nichts weniger als die künstlerischen Konzepte des Ballets-Russes-Erfinders Serge Diaghilev zurückgreifen will. Denn seine Pläne fliegen hoch: Kohler, dessen bayerischer Vater noch Köhler hieß und dessen australische Mutter als Ballettpädagogin und Direktorin des McDonald College in Sydney mit 400 Studenten arbeitet, wünscht sich «am liebsten ein eigenes Ballett zu komponieren». Musik hat er auch studiert. Kohler braucht jetzt alles: Ruhe, eine Firma im Hintergrund, bloß keine eigene Kompanie, sondern Ideen, um das Handlungsballett ähnlich neu zu erfinden, wie es schon ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Body Weather wurde in den 1980er Jahren vom japanischen Tänzer und Choreografen Min Tanaka entwickelt. Sie gehörten von 1986 bis 1993 zu seiner Kompanie. Seit 1996 leiten Sie mit Frank van de Ven die Trainings- und Performance-Plattform Body Weather Amsterdam, unterrichten an der Hochschule der Künste in Utrecht, an der SNDO in Amsterdam und geben weltweit...
Selbst wer sich nur marginal mit Geschichte und Wissenschaft des Tanzes im 20. Jahrhundert beschäftigt, kennt seinen Namen: Rudolf von Laban. Der 1879 geborene Sohn eines österreichisch-ungarischen Offiziers gilt als der einflussreichste Theoretiker des modernen Tanzes. Der vorgesehenen Karriere im militärischen Dienst der k&k-Monarchie entwand er sich durch ein...
Die Jury des Benois de la Danse hat sich Zeit gelassen und den Ballett-Oscar erst nach der Veranstaltung vergeben, die dieses Jahr in Vicenza stattfand. Salomonisch das Urteil, das diesmal in jeder Sparte zwei Preisträger präsentiert. So in der Kategorie «Choreografen» mit Wayne McGregor für «Infra» (Royal Ballet London) und José Martinez für «Les Enfants du...
