Taylor, Kohler, Bombana, Bordin: «Kreationen»
Birgit Keils Karlsruher Ballettkompanie heimst mit Klassikerproduktionen Erfolge ein. Der neue Ballett-Vierteiler am Badischen Staatstheater, der Choreografien unterschiedlicher Qualität im vielsagenden Titel «Kreationen» zusammenfasst, deutet immerhin die lustvoll ausgekostete Freude an, mit der die jugendlichen Ballerinen und Tänzer moderne Formen ausprobieren. Am weitesten entfernt sich Philip Taylors «Strange Waters» zu einer Musikcollage von Fitkin aus dem Dunstkreis konservativer Tanzphilosophie.
Seine tänzerische Erkundung der «Normalität des Fremden» verwandelt Emotionen der Angst und Abwehr und ihre Überwindung zu rasanten Bewegungssequenzen. Die in Neonfarben kostümierten Akteure fangen Träume und menschliche Annäherungen unserer Zeit ein, was ihnen mit isoliert bewegten Körperpartien, explosionsartig beschleunigten Einzelaktionen und bis zur Erschöpfung stimulierten, schmiegsamen Körperkontakten (Höhepunkt Felipe Rocha und Antonia Vitti) gelingt. Terence Kohlers «In The Near Distance» (zu Musiken von Twin und Ligeti) wirkt einfallsreich, aber auch konstruiert. Komplexe Krankheitssyndrome schizophrener Persönlichkeiten entfalten sich aus der Konfrontation von tanzenden ...
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Mit 72 hat Hans van Manen zurückgefunden zum Niederländischen Nationalballett, dem er schon von 1973 bis 1987 angehörte. Im jüngsten Programm der Kompanie, das ohne Anmaßung «Master Moves» überschrieben ist, nimmt van Manens neue Choreografie – zwischen Balanchines «Sinfonie In C» und Forsythes «The Second Detail»– die zentrale Stelle ein. «Frank Bridge Variations»...
The sunshine turns his tousled blond hair into a punk halo as he sits with his back to the window. The blue tracksuit top and white roll neck sweater accent the arctic blue eyes and the pale skin stretched over huge cheekbones. The shaggy mane is remarkable for its gravity-defying determination to point heavenwards, almost as if its owner had just returned from...
Viele Ballette des 19. Jahrhunderts fielen in den tiefen Brunnen der Vergangenheit. Obwohl man gern wüsste, wie Marius Petipas zweites Ballett für das St. Petersburger Mariinsky, die 1862 auf eine possierliche Tschingbum-Musik von Cesare Pugni entstandene Tochter des Pharao ausgesehen hat. Dieses vier Stunden lange Ägypten-Ding, ästhetischer Nachklapp auf...
