TanzRaumBerlin
In der deutschen Hauptstadt soll möglichst bald ein TanzRaumBerlin entstehen, der weder Tanzhaus noch Choreografisches Zentrum sein will, sondern ein «integratives Konzept»: eine «Schnittstelle für Kunst und Wissenschaft, Kreation und Reflexion». So steht es in einem Strukturpapier, das gemeinsam vom Dachverband Zeitgenössischer Tanz Berlin, Dock 11/Garbáty, Hebbel am Ufer, Mime Centrum, Sasha Waltz & Guests, sophiensæle/Tanztage Berlin, tanzfabrik und TanzWerkstatt entwickelt worden ist.
Was darin etwas vollmundig als «Ideenreservoir, Diskurs und praktischer Realisierungsprozess einer auf Nachhaltigkeit angelegten Perspektive» bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit ein «Arbeitsort», der die Autonomie und Initiativen bestehender Institutionen nicht berühren soll. Darum gibt es künftig auch keinen Künstlerischen Leiter, sondern einen Koordinator, der auf erhofften 5500 qm die Vergabe der insgesamt neun Studios steuert. Ergänzend soll ein hochschulorientierter Studiengang für Tänzer und Choreografen eingerichtet werden, dazu eine Mediathek: alles Projekte, deren Notwendigkeit jede Diskussion erübrigt.
Kultursenator Thomas Flierl zeigte sich von der Idee eines TanzRaumBerlin so ...
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