Tanzpreis für Hans Herdlein

Deutscher Tanzpreis für Hans Herdlein

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Wenn einer derzeit den Deutschen Tanzpreis verdient, ist es Hans Herdlein. Als Präsident der Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger hat der ehemalige Tänzer die Arbeitsbedingungen seiner Berufskollegen grundlegend verbessert. Dass die Gagen des Balletts jenen des Chores gleichgestellt wurden, ist sein Werk, wie überhaupt die Ablösung des Normalvertrags Chor und Tanz durch einen eigenen Normalvertrag für Tänzer – eine Maßnahme von nicht abzuschätzender Bedeutung.

In seiner mittlerweile 32-jährigen Amtszeit hat der sprach-mächtige Bajuware aus München auch eine grundlegende Neufassung des Entlassungsrechts erstritten. Ohne Anhörung und Begründung bleibt jede Nichtverlängerungserklärung seither Papier – ein juristischer Stolperstein, der schon manchem Intendanten zum Verhängnis wurde.
Doch der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik e. V. blickt am 26. Februar im Aalto-Theater Essen auch nach vorn. In Zusammenarbeit mit dem (mehr oder weniger identischen) Verein zur Förderung der Tanzkunst Deutschland hat er erstmals auch einen Deutschen Tanzpreis «Zukunft» ausgelobt. Finanziell unterstützt von der Tanzstiftung Birgit Keil, trifft es sich auffallend gut, dass gleich zwei der ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 12
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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