Pariser Krisen

Paris erleidet trotzdem eine Krise

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Sucht Bertrand Delanoë, Bürger­meister von Paris, ein Image als Tanz­förderer? Vor drei Jahren rettete er, frisch gewählt, die Ménagerie de verre vor dem Konkurs. Die feierte im Dezember 2004 ihr 20-jähriges Bestehen – und steht erneut vor der Pleite. Schuld sind Mietaus­fälle. Denn das Centre national de la danse (CND), das bei Marie-Thérèse Allier ein treuer Mieter der Studios war, hat jetzt  eigene Räume. Der Sozi Delanoë meint es aber gut mit den Tänzern, hat erkannt, dass sie billige Trai­nings- und Probenmöglichkeiten suchen.

So schuf Paris Micadanses, eine Vereinigung, die vier Studios mitten in Paris verwaltet. Es sind die ehemaligen Studios des CND und jenes, das von dem inzwischen aufgelösten Jeune Ballet de France genutzt wurde. Das JBF «gehörte» den Gaullisten und zahlte keine Sozialabgaben. Schluss auch für das recht betagte Nouveau festival international. Dessen Schirmherrin war Präsidentengattin Bernadette Chirac. Das Geld verteilt man jetzt an junge Choreografen. Micadanses bietet ausgewählten Kompanien Residenzen und ist verbunden mit dem Festival Faits d’hiver – danses d’auteurs, das wie Micadanses von Christophe Martin geleitet wird und nun zum Quantensprung ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 15
von Thomas Hahn

Vergriffen
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