Michael Apel: «Schneewittchen»
Kinderkram der liebenswürdigen Art am Staatstheater Cottbus: Schneewittchen zu eigens komponierter Musik von Volker M. Plangg. Marsch hört man gleich eingangs, Walzer für die freudigen Stellen, wenn etwa das brave Mädchen mit den Zwergen tanzt oder liebend mit dem Prinzen schwelgt, bisweilen auch große Dramatik, die das Bühnengeschehen fast erschlägt. Planggs Klang illustriert treffend, ohne zu tanzbaren, eingängigen Melodien zu finden, und wirkt darum wie Schauspielmusik.
Gabi Beiers strikt am Märcheninhalt orientiertes Libretto tranchiert die bekannte Geschichte in handliche Erzählportionen und bietet dem Choreografen Michael Apel den notwendigen Marschplan durchs Menü. In drei Schichten gibt Joachim Voglers zauberbuntes Bühnenbild nach und nach die Tiefe der Bühne frei. Auf der Vorbühne spielen sich die Szenen mit der eitlen, feuerrot gewandeten Stiefmutter ab: In ihrem riesigen Spiegel sehen sich die Zuschauer. Hinter der Kurtine der Wald, dahinter das Zwergenhaus mit seinen Bettchen, Nachttöpfchen, Zahnbecherchen, Handtüchlein. In dies Idyll dringt mit Silbergürtel, Kamm und effektvoll nebelvergiftetem Apfel die böse Stiefmutter. Die Zwerge, namentlich wie auch gestalterisch ...
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... und andernorts. Je mehr man sich in die Märchenwelt seiner Kindheit vertieft, desto weniger vertraut erscheint sie. Die Erinnerung trügt, und nicht eine einzige Figur verhält sich so, wie wir’s aus Grimms Geschichten kennen. Selbst das Böse, von Masa Kolar kraftvoll verkörpert, ist nicht mehr das, was es war, und verkehrt sich zeitweilig ins Gegenteil....
The curvature of the museum echoes the contours of the art displayed: Ana Mendieta‘s work circles back on itself. Her graphite drawings and earthen objects convey a sense of stasis, as do the acts and states portrayed by her body, at least those that have survived in photographs and on film. Her performances consisted of enwombed motion and stillborn postures. This...
Um ein erstes Choreografinnen-Buch im feministischen Musikerinnen-Verlag Furore (www.furore-verlag.de) zu drucken, mussten die Autorinnen Gerda Ehrlenbruch und Martina Peter-Bolaender in tanz: vision und wirklichkeit ihrer Lektorin erst mal beibringen, dass es überhaupt Choreografinnen, Tanzforschung und eine bedrohte Tanzsparte gibt (bis S. 71). Dann erst...
