Michael Apel: «Schneewittchen»

in Cottbus

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Kinderkram der liebenswürdigen Art am Staatstheater Cottbus: Schneewittchen zu eigens komponierter Musik von Volker M. Plangg. Marsch hört man gleich eingangs, Walzer für die freudigen Stellen, wenn etwa das brave Mädchen mit den Zwergen tanzt oder liebend mit dem Prinzen schwelgt, bisweilen auch große Dramatik, die das Bühnengeschehen fast erschlägt. Planggs Klang illustriert treffend, ohne zu tanzbaren, eingängigen Melodien zu finden, und wirkt darum wie Schauspielmusik.

Gabi Beiers strikt am Märcheninhalt orientiertes Libretto tranchiert die bekannte Geschichte in handliche Erzählportionen und bietet dem Choreografen Michael Apel den notwendigen Marschplan durchs Menü. In drei Schichten gibt Joachim Voglers zauberbuntes Bühnenbild nach und nach die Tiefe der Bühne frei. Auf der Vorbühne spielen sich die Szenen mit der eitlen, feuerrot gewandeten Stiefmutter ab: In ihrem riesigen Spiegel sehen sich die Zuschauer. Hinter der Kurtine der Wald, dahinter das Zwergenhaus mit seinen Bettchen, Nachttöpfchen, Zahnbecherchen, Handtüchlein. In dies Idyll dringt  mit Silbergürtel, Kamm und effektvoll nebelvergiftetem Apfel die böse Stiefmutter. Die Zwerge, namentlich wie auch gestalterisch ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: On Stage, Seite 52
von Volkmar Draeger

Vergriffen
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