Tanzlehrer

Wer eine Tanzschule eröffnet, muss sie als Geschäft verstehen. Wie David Rebel in Münster, im Gespräch.

Tanz - Logo

David Rebel, Sie leiten seit 1986 die Schule Rebeltanz, eine ziemlich große Tanzschule. Was muss jemand mitbringen, der eine Tanzschule leiten will?
Wer eine Ballettschule gründet, sollte einen Blick dafür haben, ob ein Lehrer kompetent ist, ob er eine gute Ausstrahlung hat und ob er seine Kompetenz gut vermitteln kann. Ferner gehören für mich dazu: Organisationstalent, eine gute Auffassungsgabe auch außerhalb des künstlerischen Bereichs, die Bereitschaft, sehr viel zu arbeiten, weil neben dem Unterricht auch das Administrative hinzukommt, und das ist nicht zu unterschätzen.

Zusätzlich sind ein gesundes Maß an Selbstkritik und auch ein Mangel an Eitelkeit meiner Meinung nach sinnvoll.

Mehr oder weniger eitel sind doch alle, die künstlerisch arbeiten.
Schon. Doch die Leitung einer Schule ist nicht ausschließlich eine künstlerische Tätigkeit, und irgendwann wird jemand, der eine Schule leitet, mit anderen Lehrern, die meist ebenfalls Künstlerseelen sind, zusammenarbeiten müssen, denn irgendwann kann man nicht mehr alles allein machen. Der Umgang mit anderen Künstlern ist allerdings schwierig, wenn man eigene Eitelkeiten nicht zurücknehmen kann; man muss seinen Dozenten auch viel ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Manager, Seite 106
von Klaus Kieser

Weitere Beiträge
anna konjetzky

Gegen Ende des Stücks nähert sich der Cellist der barbusigen Tänzerin, bespielt nun ihren Körper, wie er es zuvor mit seinem Instrument getan hat: zärtlich, energisch, demutsvoll. Dieses Bild ist voll Erotik und sublimer tänzerischer Strenge. Anna Konjetzky hat es ersonnen und lässt mit ihm ihr Stück «Tagebuch – si un jour tu décides de partir» aus dem Jahr 2008...

Agent

Leipzig, Alter Markt

Die Touristen speisen unter Sonnenschirmen. Die Welt spricht in allen Sprachen. Das Gemurmel weht wie ein leichtes Tuch durch die Altstadtgassen. Im vierten Stock, obendrüber, befindet sich ein Büro von ausgesuchter Virtualität: ein Computer, ein I-Pad, ein tragbares Telefon, ein Kaffeeautomat. Das reicht. Auch der Name, Culture Partner, weist...

gustavo fijalkow

Der Kompaniemanager der DIN A 13 tanzcompany hat ein klitzekleines Anliegen: die Gleichstellung sogenannter behinderter Tänzer mit Nichtbehinderten. Da hat er sich was Delikates ausgesucht. 99 Pro­zent der Menschen sahen noch nie einen behinderten Tänzer, einen, der mit einem Bein tanzt oder dies ohne Arme tut oder des Stehens nicht mächtig ist, dem also ein paar...