Intendant
Führt euch selbst an
Direktoren und Choreografen sind doch Amateure. Niemand hat ihnen das, was sie tun, wirklich beigebracht. Natürlich sollte man einige Ahnung von Musik, Architektur, Kostüm, Lichtgestaltung haben. Man müsste Anatomie gut studiert haben, um nicht Sachen zu choreografieren, die die Menschen verkrüppeln. Und man sollte als künstlerischer Direktor auch Psychologe sein, Psychiater, Soziologe, Gynäkologe, Diplomat, Politiker. All das müsste man sein, um die Arbeit richtig zu machen.
Man müsste vor allem eins sein: eine Führungspersönlichkeit, wie es Jirˇí Kylián eine gewesen ist. Klug hatte er im Jahr 1999 seine Fehler erkannt und sich zu demjenigen entwickeln können, als den man den Tschechen in Erinnerung behält: ein künstlerischer Leiter, unter dessen Ägide das Nederlands Dans Theater (NDT) eine Erfolgsstory erlebt hat wie kaum ein anderes europäisches Ensemble.
Weitsicht kann man lernen
Dass das NDT 3, die Seniorenkompanie, wenige Jahre nach seinem Rücktritt das Zeitliche gesegnet hat, mag viele Gründe haben. Einer ist sicher, dass es dem Nachfolger zumindest an Weitsicht gefehlt hat, was die finanziellen Voraussetzungen seiner künstlerischen Arbeit betrifft. Da ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Manager, Seite 96
von Hartmut Regitz
Er sprang für den verletzten Roberto Bolle ein und erwies sich als würdiger Ersatz, als er mit Alina Somova George Balanchines «Jewels» auf der Bühne der Mailänder Scala durchtanzte. Geboren in Casarano (Provinz Lecce), beendete er 2005 die Ballettschule der Scala und wurde vom Rotary Club als einer der besten Jahrgangsstudenten ausgezeichnet. So trat er ins Corps...
Gerald Siegmund, Gabriele Klein, Gabriele Brandstetter, Sie lehren in Master-Studiengängen, die bereits ein anderes Studium voraussetzen. Was empfehlen Sie an Fächern, an Vorwissen?
Gerald Siegmund: Theaterwissenschaft empfiehlt sich immer, da bekommt man die Seherfahrung mit, die notwendig ist, um ästhetische Praxis reflektieren zu können.
Gabriele Klein: Die...
Notation als Sicherungskopie
Sorgen, was nach der Karriere kommen würde, brauchte sie sich nicht zu machen: Die Qualifikation für die Zeit danach hatte sie schon in der Tasche, bevor es überhaupt losging. Cherie Trevaskis, die Choreologin des Bayerischen Staatsballetts, ist ein Musterbeispiel für Transition, und das zu einer Zeit, als dieses Wort noch gar nicht...
