Tanzforschung
Alle Jahre wieder sorgt die Gesellschaft für Tanzforschung (GTF) für die Publikation eines Sammelbands, im Wesentlichen gespeist aus den jährlichen Tagungen des Vereins. Die neueste Ausgabe, «Tanz, Be⁄wegung & Spiritualität», will, wie Thom Hecht, neben Dagmar Ellen Fischer Herausgeber des Bandes, in der Einleitung schreibt, im «neuen akademischen Feld» Spiritualität den aktuellen Stand der Forschung aufzeigen. Doch was die 14 Beiträge des Buchs miteinander verbindet, bleibt offen.
Kein Wunder: Herausgeber Hecht benennt als relevante Kategorie die «Wechselwirkungen zwischen Tanz und Geistigkeit». Darunter lässt sich alles subsumieren, denn Tanz ohne Einbeziehung des Gehirns ist schlechterdings nicht möglich.
Versehen mit dem modischen Etikett Spiritualität, liest man also etwas über Balletttraining und emotionale Intelligenz, über «individuelle Spiritualität» in tänzerischen Sozialprojekten (für die Autorin Assia Maria Harwazinski gehört hier sogar Royston Maldoom dazu, weil er «an die Fähigkeit jedes einzelnen Menschen» glaubt), über Tanz als spirituellen Weg, über afrobrasilianische Kulttänze, Merce Cunningham und das «I Ging» bis hin zu Ruth St.-Denis. So weit ganz nett, wenn ...
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