Tanzexpertise
Die vielseitige Rolle von Tänzer*innen ist ständig in Bewegung, passt sich an und entwickelt sich weiter – in permanenter Auseinandersetzung zwischen dem eigenen tänzerischen Selbstverständnis und den äußeren Anforderungen und Erwartungen. Entstanden aus der Neugier auf die gegenwärtigen Selbstverständnisse von Tänzer*innen und angeregt von unserem Interesse an tänzerischen Perspektiven, wollen wir im Modul «Dancers as Experts» darüber reflektieren, wie Tänzer*innen ihre Rolle sehen und gestalten, sowohl in ihrem jeweiligen Arbeitskontext als auch darüber hinaus.
«Dancers as Experts» ist im körperlichen Wissen, (physischen) Denken und den Visionen von Tänzer*innen verankert. Viele Themen dieses co-kuratierten Moduls sind durch eine Reihe von Gesprächen mit Tänzer*innen aus verschiedenen Kontexten und deren vielfältigen Erfahrungshorizonten inspiriert. Spannende Persönlichkeiten werden dazu beitragen, dieses Modul in einer Vielfalt von unterschiedlichen Formaten zum Leben zu erwecken. Thematisch unterteilt sich «Dancers as Experts» in verschiedene Ansätze:
«Dancers Experiencing»: Zentrale Themen der Auseinandersetzung sind Zugänglichkeit, Sichtbarkeit, Gender, (strukturelle) ...
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Tanz 6 2022
Rubrik: Praxis, Seite 63
von Amber Pansters und Finn Lakeberg
Spoiler: Desdemona ist am Ende tot. Amilcar Moret Gonzalez stellt das Schlussbild an den Beginn seiner «Othello 2.0»-Choreografie, im Video sieht man, wie der Titelheld (Pedro Pires) den Körper seiner getöten Frau (Marina Kadyrkulova) in den Armen hält, ein Mörder, in dessen Gesicht sich das Entsetzen über seine Tat abspielt. Die Bilder überlagern sich, die...
DANCE! MOVEMENT IN THE VISUAL ARTS 1880 – 2020
Tanz findet immer wieder seinen Platz im Museum. Und zwar, indem der Tanz als Bildende Kunst interpretiert wird, im Grenzbereich zwischen Installation und sozialer Skulptur. Das Helsinki Art Museum geht einen anderen Weg und fragt, wie der Tanz die Bildende Kunst beeinflusst hat, wie der Tanz als Thema in der Bildenden...
Traurige Menschen geistern über Manuela Müllers Bühne. Yerma, die sich ein Kind wünscht und einfach nicht schwanger wird. Die Braut, die einen Mann heiraten soll, den sie nicht liebt, ihr Bräutigam, der ahnt, dass seine Frau einen anderen will. Der Dichter, dessen Begehren Ablehnung und Aggression hervorruft. Olaf Schmidt hat für «Bluthochzeit» am Theater Lüneburg...
