Tanzen lernen? Leben lernen!

Body Shaming, Magersucht, Mobbing – die Ausbildung ist ins Gerede gekommen. Wie lässt sich gegensteuern? Ein Gespräch über Alltagsprobleme und deren Bewältigung mit den Schulleitern Gigi Hyatt und Jason Beechey. Von Dorion Weickmann

Die Bibliothek im vierten Stock des Hamburger Ballettzentrums ist eine Insel der Ruhe inmitten umtriebiger Geschäftigkeit. Das denkmalgeschützte Gebäude im Stadtteil Hamm beherbergt nicht nur John Neumeiers Hamburg Ballett, sondern auch 181 Schüler und Schülerinnen aus aller Welt, die von hier aus in die Bühnenlaufbahn starten wollen. Seit 2013 hat Neumeiers einstige Muse, die Ex-Ballerina Gigi Hyatt, die pädagogische Leitung der Schule inne: eine Tänzerin, die von innen zu leuchten schien und zahllose Kreationen mit Leben erfüllte.

Wenig überraschend, hat sie heute sehr genaue Vorstellungen von ihrer Mission und deren Umsetzung. Gleiches gilt für Jason Beechey, der sich gesprächsweise dazugesellt. Der Direktor der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, die neben dem Bachelor-Studiengang Tanz auch Master-Abschlüsse in Tanzpädagogik und Choreografie anbietet, ist als guter Netzwerker bekannt. In jüngster Zeit nun haben die Missstände an der Wiener Ballettakademie (tanz 6/19 und 2/20) und der Konflikt um die Staatliche Ballettschule Berlin (tanz 3/20) einen Schatten auf die ganze Branche geworfen. Wie steht es um Zuschnitt, Ziel und Ethos der Pädagogik?

Gigi Hyatt und Jason Beechey, ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 34
von Dorion Weickmann