Das große Schillern

Kristian Schuller, Kristian Schuller? War er nicht mal Juror bei Heidi Klums «Germany‘s Next Topmodel»? Ein Modefotograf ist er, einer, der nie mit Topmodels und Stars arbeiten will. Na ja, fast nie: Auch Penelope Cruz stand schon vor der Kamera des Rumäniendeutschen. In seiner Wahlheimat New York hat er diese – sehr amerikanische – Sehnsucht nach Berlin entwickelt, einer Stadt, in der Schuller für sein neuestes, inzwischen drittes Buch mit dem Titel «Anton’s Berlin» nach wahren Paradiesvögeln gesucht hat.

Explodierende Farbenpracht, das ist die Handschrift des 1970 geborenen Fotokünstlers. Mit seiner Frau Peggy, unübersehbar eine einflussreiche Sty­listin, hat er das Berlin der Subkulturen mit der Kamera studiert und: schillernd inszeniert. Der Einfluss von Vivienne Westwood ist unverkennbar. Berlin, das ist für die beiden eine riesige Performance, ein Lebensgefühl: schamlos, antikonventionell, schrill. Und vor allem: ein Fest für die Augen.

Kristian Schuller: «Anton’s Berlin»,
Hrsg. Nadine Barth, Texte von Ingeborg Harms,
Gestaltung von Katharina Sörgel;

www.hatjecantz.de 

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Bewegung, Seite 4
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