Tanz im TV
DAS FESTIVAL VON AVIGNON
ist das große Theaterereignis in Frankreich. Bei diesem Festival, das nicht nur Tanz zeigt, entdeckt arte die wichtigen Themen bei den Choreografien. Die Kinder haben es dem Sender besonders angetan. Boris Charmatz setzt in «enfant» auf ihren unmittelbaren Charme (Seite 28), Anne-Karine Lescop schlägt gleich alle Fliegen aktueller Tanzmoden mit einer Klappe.
Sie wagt mit Kindern ein Re-Enactment von Odile Dubocs 1993 entstandenem «Projet de la matière», in dem Tänzer die sensorische Erinnerung an Erfahrung beim Begreifen einer Plastik des Künstlers Marie-José Pillet tanzten. Auch die Geschichte des Zeitgenössischen fehlt nicht. Den denkbar größten Kontrast dazu findet der Sender im Voguing, einer homoerotisch konnotierten Tanzrichtung aus Harlem, die Madonna populär machte und die den Posen von Mannequins nachempfunden ist. In «(M)imosa» werfen sich Cecilia Bengolea, François Chaigneaud, Trajal Harell und Marlene Monteiro Freitas auf die populäre Subkultur. Auf arte am 10. und 16. Juli
3sat
9. Juli, 22.30h: «Nijinsky & Neumeier – Eine Seelenverwandtschaft im Tanz», Dokumentation von Annette von Wangenheim
arte
10. Juli, «Festival d’Avignon 2011», 16.35h: ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2011
Rubrik: kalender, Seite 46
von
Wie sieht der Stein gewordene Wunschtraum eines Tänzers oder einer Choreografin aus? Es ist keine gemeißelte elegante Körperhaltung oder ein marmorner Sack Geld. Es ist Raum. Platz. Studio. Bühne. Garderobe, Duschen, Büro. Licht, gute Böden, hohe Decken. So wie dieses riesige Haus namens Joan Weill Center for Dance. Seit 2005 steht es mitten in Manhattan.
Für...
Gibt es das überhaupt, eine Kunst, die ganz und gar unpolitisch ist? Der Tanz als sprachlose Kunstform gilt schnell als unpolitisch; eine Bewegung oder eine Kombination lässt sich halt nicht als politische Aussage «lesen», der Körper an sich ist weder politisch noch unpolitisch. Dennoch ist es auch in der Tanzwissenschaft seit einiger Zeit beliebt, das Adjektiv...
...fallen jeden Sommer bei uns ein. Sie tanzen makellos in den ersten Häusern der Stadt, deren Ensembles das Weite im Urlaub suchen. Sie heißen Pilobolus, bekannt aus «Wetten, dass …?», oder Alvin Ailey, bekannt für schwarze Schönheit. Die reine Weiblichkeit mit karibischem Flair, wie es die kleinere Kompanie von Lizt Alfonso aus Kuba verspricht, kommt vielen wie...
