Tanz für junges Publikum

Antje Pfundtner «für mich»

Tanz - Logo

Gemeinsam mit jungen Zuschauern Tanz zu gucken, ist anders. Lange vor dem Einlass hallt überdrehtes Gekicher durchs Foyer. Drinnen dann kann von Stillsitzen oder Schweigen keine Rede sein. Eines ist klar: Da ist eine Menge Energie unterwegs – ungebändigt, ungestüm und ungebrochen. Dieser Zielgruppe das Genre Tanz zu vermitteln, ist das Anliegen von «Explore Dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum», zu dem sich Fokus Tanz – Tanz und Schule e.V. München, fabrik Potsdam und K3 | Tanzplan Hamburg zusammengeschlossen haben.

Gemeinsam und mit Förderung durch das «TANZPAKT Stadt-Land-Bund»-Programm versucht man, entsprechende Angebote zu entwickeln. Den Auftakt macht die Hamburger Choreografin Antje Pfundtner. 

«Für mich» heißt das Stück, das sie mit ihrem Team und den Tänzern Juliana Oliveira und Norbert Pape entwickelt hat. Den Ausgangspunkt der Arbeit bilden Gespräche mit Kindern und Jugendlichen, bei denen Existenzielles ausgelotet wird. Auch wenn «Für mich» mit der Empfehlung «ab 8» gezeigt wird, richtet es sich doch eher an junge Teenager. Denn die entwickeln mit jedem Lebensjahr ein anderes (Selbst-)Verständnis von der eigenen Körperlichkeit, und damit öffnen sich fortwährend ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2019
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Katrin Ullmann

Weitere Beiträge
Hoppla, wir leben

Ob große Politik, ob Kulturkrawall in der Provinz – der Rund-um-die-Uhr-Schreiber Kurt Tucholsky nahm alles aufs Korn. 1920 zerrte er eine Modeerscheinung aufs Satire-Schafott, die seit der Kriegsniederlage und den revolutionären Unruhen an der Jahreswende 1918/19 prächtig gedieh. Der Kaiser war ins Exil verschwunden, die Sozialdemokratie mit der Heeresleitung...

Brüssel on tour: Seppe Baeyens «Invited»

Frieden auf Erden. Doch, es gibt Tanzstücke, die diese Welt zu einem besseren Ort machen. «Invited» ist so eins. So beglückt aus einer Aufführung herauszugehen, das macht die Kritikerin zunächst hoffnungsfroh, dann traurig, zuletzt misstrauisch: Ob sie sich hat einwickeln lassen von Gutgemeintem statt von guter Kunst? Gewickelt wird tatsächlich in «Invited» von...

Goyo Montero: «A Midsummernight’s Dream»

Sein Blick geistert am Rande des Irrsinns, flackert auf und erlischt mit dem Ein und Aus eines Atemzugs. Sechs Hände greifen nach dem Kind, das sich in seine Halsbeuge schmiegt, Stimmen flüstern, locken … «gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir». Kein Erbarmen, kein Entrinnen. Der Vater verliert den Sohn an die Dämonen, die im nachtschwarzen Wald ihr Unwesen treiben:...