Erste Hilfe
Frau Barandun, Sie haben einen sehr überzeugenden Leitfaden zur «Ersten Hilfe für die Künstlerseele» verfasst. Was macht Künstlerseelen therapiebedürftig?
Weniger therapie- als unterstützungsbedürftig. Bühnenkünstler versuchen, im Spannungsfeld zwischen Rolle und Sein gesund zu bleiben. Sie müssen feinfühlige Künstler sein, die die eigene Persönlichkeit, den eigenen Körper als Arbeitsinstrument einbringen. Gleichzeitig finden sie aber an den Theatern oft zermürbende Arbeitsbedingungen vor.
Sie müssen mit einer hohen Fluktuation von Kollegen umgehen und sich täglich mit Kritik und Feedback auseinandersetzen.
Und nicht selten mit starren Strukturen und langen zeitlichen Planungsvorläufen. Ein – nicht ganz unrealistisches – Beispiel: Ein Bühnenbildner will für ein Tanzstück aus soliden Steinen eine Mauer bauen, die gleich zu Beginn des Stückes einstürzt. Die naheliegende Reaktion der Werkstätten: «Geht nicht». Es könnte zum Konflikt kommen. Was tun Sie?
Ich würde mir zunächst die Motive beider Seiten genau ansehen. Warum müssen es Steine sein? Wenn es um den Effekt geht, könnte man gemeinsam nach Alternativen suchen – Kreativität ist doch das Kerngeschäft des Theaters! Und umgekehrt: ...
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Tanz Februar 2019
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Nicole Strecker
Für dieses Projekt hat er fast ein Jahrzehnt geackert, und zwar unter den -Argusaugen der Yellow Press. Die nämlich posaunte 2011 heraus, dass sich Mick Jagger für die Konzerte der Rolling Stones weder mit Zumba noch mit Capoeira fit hält, sondern: an der Ballettstange. Für März ist nun am Mariinsky eine Uraufführung anvisiert, kuratiert von Jagger, choreografiert...
Viele würden die Metapher vom Tanz auf dem Vulkan bemühen. Da sind der Klimawandel, die Wiederkehr von Populismus, Abschottung und Kriegsgefahr sowie die Gewalt sozialer Ungleichheit. Doch die Reichen dieser Welt tanzen weiter, wie auf der Titanic. Maguy Marin hat das alles abgearbeitet, in ihrem vorherigen Stück, «DEUX MILLE DIX SEPT». In Großbuchstaben. Sie kann...
Deutschland
On tour
Die Compagnia Aterballetto
aus Italien zeigt mit «Golden Days» zwei Choreografien des Schweden Johan Inger, «Rain Dogs» und «BLISS», die durch ein neues kurzes Solo, «Birdland», miteinander verbunden sind: Lörrach, Burghof, 13. Febr.; Gütersloh, Theater, 16., 17. Febr.; Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau, 20. Febr.; Ludwigsburg, Forum am...
