Tänzer*in des Jahres: Tiler Peck
Sie hat uns während dieser Pandemie unzählige Glücksmomente beschert: Tiler Peck, Principal am New York City Ballet. Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, fragte sie eben bei William Forsythe an, ob der etwas für sie kreieren könnte, et voilà: Der Meister wartete mit «The Barre Project – Blake Works II» auf – einer der beiden Gewinnerproduktionen des Jahres (S. 122).
In diesem via Zoom für die Plattform der CLI Studios produzierten Tanzfilm wirft sich Peck mit atemberaubendem Tempo in die technischen Schwierigkeiten, als hätte sie nur darauf gewartet, eine knifflige Herausforderung zum Fraß vorgeworfen zu bekommen. Dabei beeinträchtigen selbst die enorme Rasanz und die rasiermesserscharfe Präzision zu keinem Zeitpunkt die weiten Schwünge ihrer Bewegungen. Bei ihren Soli an der Stange reiht sie klassische Épaulements, wellenartige Bewegungen ihres Torsos und den einen oder anderen sinnlichen Hinge (aus dem Jazztanz) aneinander. Ihre Gliedmaßen durchschneiden den Raum, sie verdreht Oberkörper und Unterleib gegeneinander und schraubt sich dann – plötzlich wieder ganz frei und sanft – in einen Attitude-Drehung. Ich habe viele Forsythe-Tänzerinnen gesehen, aber keine hat die ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: The Winners Are, Seite 128
von Wendy Perron
Die Covid-19-Pandemie ist zu einer Tragödie für die Welt geworden, auch für die Welt des Tanzes. Von April bis Juni 2020 waren alle Theater geschlossen, Aufführungen wurden abgesagt, Wettbewerbe und Festivals verschoben. Die Tänzer und Tänzerinnen trainierten wie überall via Zoom – und, wichtig, ihre Gehälter wurden weitergezahlt. Im Juli 2020 gingen...
Ich habe gelernt, dass es keinen Stillstand gibt. Es gibt immer etwas, das uns zur Vorwärtsbewegung anhält, und genau das habe ich in den vergangenen Monaten begriffen. Ich habe die Zeit genutzt, um mich körperlich und geistig weiterzuentwickeln und mich in die Lage zu versetzen, mit meinen Plänen voranzukommen. Es war eine schwere Zeit für alle, und natürlich auch...
Das ist doch mal eine schöne Geschichte. Eine mit Happy End, also zumindest scheinen die Akteure ganz zufrieden. Wie jede gute Geschichte ist sie ziemlich kompliziert. Viele Volten. Aber weil‘s so schön ist, hier schon mal das Ende vorweg: Die junge schwarze Tänzerin Jalaiah Harmon ist der Star im Clip «Video Game» von US-Musiker Sufjan Stevens. Ein bezauberndes...
