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Die campy Fotografien des Daniele Tamagni

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Die «Sapeurs» sind ein dankbares Objekt ästhetisch-sozialer Studien in Zentralafrika: Ursprünglich waren die Angehörigen der «Société des ambianceurs et des personnes élégantes» (SAPE) unterprivilegierte Männer in Kinshasa und Brazzaville, deren mondänes, extravagantes Styling in krassem Gegensatz zu ihren teilweise extrem prekären Lebensumständen stand. Erstmals tauchte der Begriff zur Kolonialzeit auf, aber erst im Widerstand gegen den Diktator Joseph Mobutu entwickelte sich hier eine Bewegung, die über die Grenzen der damaligen Staaten Kongo und Zaire hinauswies.

In jüngster Zeit wurde insbesondere der Camp- und Queernesscharakter der «Sapeurs» (tanz 2/21) auch in Europa hervorgehoben, und tatsächlich ist das ein Aspekt, der in Westafrika relevant erscheint: Zwar ist Homosexualität sowohl in der Demokratischen Republik Kongo als auch in der Republik Kongo legal, in beiden Staaten ist Diskriminierung aber an der Tagesordnung. Das effeminierte Auftreten der «Sapeurs» (sowie eine vor allem in Brazzaville verbreitete weibliche Folgebewegung, bei der «Sapeuses» in Männerkleidung posieren) ist entsprechend ein Aufbrechen von Grenzen.

Der 2017 verstorbene italienische Fotograf Daniele ...

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Tanz März 2024
Rubrik: Bewegung, Seite 6
von Falk Schreiber

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