Natália Horečná «La Strada»

London

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Geballtes Talent im Kreativteam von «La Strada» am Londoner Tanzhaus Sadler’s Wells: In Federico Fellinis hermetischer, von einer öden Landschaft umgebener Zirkuswelt (Choreografie: Natalia Horečná, Bühne und Kostüme: Otto Bubeniček, Licht: Andrea Giretti, Musik: Nino Rota) dreht sich alles um die leidgeprüfte Gelsomina, das verwahrloste, von seiner Mutter an den starken Mann Zampanò verkaufte Kind.

Alina Cojocaru schöpft in dieser Rolle aus ihrer frappierenden, schier grenzenlosen Körperkunst, sie hüllt das Mädchen in eine poetische Traurigkeit und lässt in allem Schmerz doch immer einen knabenhaft-burschikosen Humor aufscheinen. Auch die übrigen Figuren in dieser zugleich surrealen und anrührenden Produktion schillern: Johan Kobborg als Seiltänzer Matto ist ein gereifter Tänzer, der noch immer mit jugendlich virtuosen Auftritten fasziniert. Mick Zeni in der Rolle des Zampanò gibt eine Figur, die glaubwürdig zwischen Verletzlichkeit und Aggression oszilliert. Beide Männer wetteifern in einigen komplexen und raffiniert gebauten Trios erbittert um Gelsominas Aufmerksamkeit. Beseelt dagegen wirken die Szenen, in denen die beiden Engel (Marc Jubete und David Rodriguez) mit dem Mädchen ...

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Tanz März 2024
Rubrik: Backlights, Seite 51
von

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