Ausstellungen 3/24
JEFF WALL
Jeff Wall ist ein Geschichtenerzähler. Und zwar in dem Sinne, dass er die Fotografie als Bühne nutzt: Auf seinen Bildern entwirft er detailgenaue Szenen, die einen ganzen Kosmos andeuten, mit fein choreografierten Protagonist*innen, aufwendiger Ausstattung und einer Beleuchtung, die einem Hollywoodfilm angemessen wäre. Und dann fragt man sich, was eigentlich hinter dem gezeigten Augenblick versteckt ist. Dass Wall, Jahrgang 1946, die Fotografie überhaupt als eigenständige Kunst zu etablieren half, tritt dabei fast in den Hintergrund.
Die Basler Fondation Beyeler präsentiert eine umfangreiche Retrospektive des Kanadiers, bis 21. April; www.fondationbeyeler.ch
Amsterdam, Stedelijk Museuem, www.stedelijk.nl
«Marina Abramovic 2024», Retrospektive. 16. März bis 14. Juli
Berlin, Neue Nationalgalerie, www.smb.musem
«Josephine Baker. Icon in Motion». Bis zum 28. April
Köln, Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln, www.deutsches-tanzarchiv.de
«Irgendwas fehlt immer. Vom Sammeln und Bewahren»: Archivgeschichte trifft auf Tanzgeschichte. Verlängert bis zum 17. März
Leipzig, Georg-Maurer-Bibliothek, www.birkigt-photographie.com
«Die Kunst des Sehens – Uwe Scholz' Leipziger Zeit», ...
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Tanz März 2024
Rubrik: Kalender, Seite 48
von
Für die tanzinteressierte Leserschaft in Europa mag es beinahe unvorstellbar klingen: Als Tamara Rojo vor zwei Jahren den Posten als Künstlerische Leiterin beim San Francisco Ballet antrat, war der Name der ehemaligen Royal-Ballet-Startänzerin und späteren Ballettchefin des English National Ballet (ENB) allenfalls den hartgesottensten kalifornischen Ballett-Fans an...
Nordrhein-Westfalen ist, so bezeugt es dieses Heft (S.8 ff.), das Schlaraffenland des digitalen Tanzes in unserer digital unterentwickelten Republik. Insofern kaum verwunderlich, dass auch das Kölner «Moovy»-Festival einmal mehr ein Angebot offeriert, das als post-karnevalesker Besuchstrigger taugt: An die vierzig Kurzfilme einschlägig bewegten Inhalts lassen sich...
Die grauen Herren sind zurück. Als hätte Dominique Dumais die emotionslosen Gestalten aus Michael Endes «Momo» auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses umgesiedelt, hasten die Tänzer*innen, uniform gekleidet, hin und her. Im Setting des Innenhofs eines Bürokomplexes laufen sie auf der Stelle, öffnen den Mund zum Schrei, lüpfen das Jackett:
Das Innenfutter ist...
