Stille Samurai
«Wir sind schon anders», sagt die 49-jährige Linzer Tanzdirektorin Roma Janus mit fester Stimme, und wagt damit eine Kurzbeschreibung ihrer Arbeit und ihres Teams. Dazu zählen Assistentin Maria Terkamp, die international erfahrene Ballettmeisterin Yuko Harada (schon tätig bei der Kibbutz Contemporary Dance Company in Israel und Ashley Lobo in Indien) und natürlich das 16-köpfige, sehr divers zusammengestellte Ensemble. Janus ist eine gern Reisende und hat immer schon das performativ Andere gesucht.
In Nowy Sącz (Neu Sandez) bei Krakau geboren, kam sie als 19-Jährige nach Wien, studierte Theaterwissenschaft und verfasste ihre Abschlussarbeit über den polnischen Regisseur und Auschwitz-Überlebenden Józef Szajna. Ihre Art des freien Kuratierens, die sie sich während ihrer Tätigkeit in der Wiener Szene, zum Beispiel für Elio Gervasi, Willi Dorner, Nikolaus Adler, aber auch für Festivals sowie in Übersee erarbeitet hatte, sollte sie beibehalten.
Ungebundenes Umgehen mit Choreograf*innen
Seit der Spielzeit 20/21 am neuerbauten Musiktheater Linz tätig, stieg die zuerst als Dramaturgin und Managerin engagierte Polin 2022 zur Leiterin der Tanzsparte auf, ihr Vertrag wurde unlängst bis zur ...
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Tanz Mai 2025
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Andrea Amort
CD des Monats
SATIE PLANÈS
Da haben sich zwei gefunden. Wie Erik Satie komponiert Alain Planès sozusagen von Kindesbeinen an, und er malt auf seine ganz eigene Art, wie das Cover des Booklets beweist. Dass er die klangliche Aura des Genies ausgerechnet auf einem originalen Pleyel-Piano zu beschwören sucht, hätte dem durchaus spiritistisch interessierten «Maître...
Unsterblichkeit ist ein großes Wort. Doch solange Menschen sich von Balletten wie John Crankos «Onegin», seinem «Romeo und Julia» oder von Kenneth MacMillans «Lied von der Erde» werden bewegen lassen – so lange wird der Name Ray Barra nicht vergessen sein.
Ray Barra wurde als Sohn spanischer Eltern am 3. Januar 1930 in San Francisco geboren. Nach Lehrjahren in San...
Ausstellung
DANCE!
Tanzen macht glücklich. Das ist keine Erkenntnis, für die man nach Bern fahren muss, das versteht man unmittelbar. Aber es ist die Basis, von der aus die Ausstellung «Dance!» im Museum für Kommunikation Bern kuratiert ist: die Frage, warum wir eigentlich tanzen. «Was sorgt für rote Köpfe – was lockt, irritiert und begeistert uns an tanzenden...
