Starke Stimmen

… Meinungsmosaik

Tanzausbildung sollte in einer von Transparenz und Wertschätzung geprägten Umgebung stattfinden und die heranwachsenden Künstler und Künstlerinnen in vielfältiger Weise auf ihrem individuellen Weg unterstützen. Dafür brauchen wir gut und umfassend ausgebildete Tanzpädagoginnen und -pädagogen sowie flache Hierarchien in den Ausbildungsinstitutionen, die ermöglichen, dass alle voneinander und miteinander lernen können.

Junge Tänzer und Tänzerinnen sollten dazu aufgefordert werden, sich vielseitig zu bilden und einen kritischen Geist zu entwickeln.

Ohne starke Stimmen im Tanz erleben wir vielleicht auch weiterhin das, was durch die Corona-Pandemie aufgezeigt und von einer Kollegin treffend als die «Sprachlosigkeit der Tanzszene» bezeichnet wurde, die alle Akteure und Akteurinnen im Tanz aktuell vor enorme Herausforderungen stellt.

In meiner ärztlichen Praxis treffe ich leider noch immer Studierende und junge Tänzer und Tänzerinnen, die große Angst vor Benachteiligung und Sanktionen haben, wenn sie beispielsweise längere Zeit infolge einer Verletzung ausfallen oder sich im Trainings- und Probenalltag nicht wie gewünscht verhalten. Wie sollen diese jungen Menschen lernen, für sich ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 42
von Anja Hauschild