Spotlight
Maria – genannt Masha – Beck ist seit einem Jahr Principal beim Ungarischen Staatsballett, die einzige Amerikanerin und damit die absolute Ausnahme. Davor war sie in gleicher Position schon am Moskauer Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater tätig – bereits unter Igor Zelensky, bevor er das Bayerische Staatsballett übernahm, dann unter seinem Nachfolger Laurent Hilaire (der ihn inzwischen auch in München beerbt hat). Wir trafen die Tänzerin zu einem kurzen Austausch.
Masha – wie würden Sie Ihre Jahre am Stanislawski beschreiben?
Ich habe im Corps de ballet angefangen, es war diszipliniert, streng und – unter Zelensky – geprägt vom Mariinsky-Stil. Keine schlechte Erfahrung. Aber die Arbeit danach mit Laurent Hilaire war der bisherige Höhepunkt meiner Karriere. Es gab mehr Bewegungsfreiheit, weniger autoritäres Verhalten, ich wurde als individuelle Künstlerin von ihm aufgebaut.
Sie leben jetzt in Ungarn, wie war der Wechsel?
Der kulturelle Unterschied ist groß, aber wenn ich in ein anderes europäisches Land gezogen wäre, wäre es noch schwieriger gewesen. Ungarn und Russen sind sich ähnlich: Die Älteren sind zunächst eher abweisend, die jüngere Generation ist ...
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Tanz Dezember 2023
Rubrik: Sidestep, Seite 22
von Catherine Pawlick
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