Spotlight: Konstantinos Rigos
Der Titel seiner Tanztheaterproduktion «Golden Age» hat für Konstantinos Rigos gerade eine unerwartete Aktualität gewonnen: Das vergangenen Mai an der Griechischen Nationaloper (GNO) wiederaufgenommene Stück versammelt Materialien aus der langen Karriere des griechischen Choreografen und Regisseurs, und das wirkt jetzt, da sich seine Amtszeit nach acht Jahren als Ballettdirektor an der GNO dem Ende zuneigt, auch etwas schmerzlich.
«Golden Age» kann mithin als treffliche Einführung in das Werk eines Theatermannes betrachtet werden, für den Bewegung untrennbar mit Bildern und emotionalem Risiko verbunden ist.
Rigos war schon immer ein Grenzgänger: Seine Arbeiten umfassen Theater- und Musikproduktionen ebenso wie körperfokussierte fotografische und filmische Projekte. 1990 gründete er das Oktana Dancetheatre und prägte damit maßgeblich die lokale Tanzszene. Er bezeichnet die Compagnie als seine «DNA» – ein privates Universum, dem er sich mit Haut und Haar widmete. In Stücken wie «Les Noces» und «Hotel Orpheus» war ihm Schönheit niemals gleichbedeutend mit Sicherheit. Während einer Vorstellung von «Icarus: Sudden Decompression» im Jahr 1997 verließ ein Teil des Publikums die Athener ...
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Tanz Juli 2026
Rubrik: Side step, Seite 14
von Nicolas Vamvouklis
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