Viel denken

Vom Avatar zum Affekt-Raum: Arbeiten von Brig Huezo

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Alles begann mit dem Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck in Form eines latenten Datensatzes: eines Avatars. Einem Ort für das, was im Analogen keinen Platz findet oder identitätspolitisch finden darf. Während der Pandemie speist Choreograf*in Brig Huezo ein virtuelles Alter Ego mit TikTok-Dances und digitalen Bewegungsfragmenten: «In the beginning it was just me and my avatar. I was not used to work with humans that way, but then I wanted to share that.» Mit «The Ghost in the Glitch» an der Oper Köln wirkt dieser Ansatz nun «sleeker» denn je.

Die Arbeit lädt ein zum Eintauchen in das Spektrum des Phygitalen – dorthin, wo sich das Selbst zwischen physischer Präsenz und digitaler Projektion neu verhandelt.

Digitale Echos
Für Huezo ist Technologie dabei kein Thema an sich, sondern Werkzeug: ein Mittel, um aus einer Idee eine digitale Fantasiewelt zu generieren. In «The Death At The Code!» erscheint diese Welt auf Leinwand als Triptychon, lose erinnernd an Hieronymus Bosch. Die Zuschauenden bleiben zunächst Betrachtende von außen, während der digitale Code sichtbar an den performenden Körper gebunden ist. Über Live-Motion-Tracking schreiben sich die Tänzer*innen in das System ein; ...

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Tanz Juli 2026
Rubrik: Digitalität, Seite 54
von Thusnelda Marín Jungmann

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