Spiel und Sein

Origineller Kopf, unkonventionelle Ideen: Längst zählt Alan Lucien Øyen zu den gefragtesten Theatermachern und Choreografen in Europa. Zum Gespräch getroffen hat ihn Pieter T‘Jonck

Es läuft wie am Schnürchen für den norwegischen Theatermacher Alan Lucien Øyen. Nach Abschluss seiner Tanzausbildung 2001 an der Osloer Kunsthøgskolen gründete er mit dem britischen Autor Andrew Wale 2006 seine eigene Kompanie Winter Guests. Heute wird er von Theater-, Tanz- und Opernkompanien wie etwa dem Tanztheater Wuppertal oder – aktuell – der Opéra National de Paris als Gastregisseur oder -choreograf engagiert. Wer mit ihm sprechen will, muss einen langen Atem haben. Einen Termin zu kriegen, ist harte Arbeit.

Als es schließlich gelingt, ist er gerade in Antwerpen mit  der Inszenierung von Anton Dvoráks «Rusalka» beschäftigt, die er für die Sänger und Tänzer von Opera Ballet Vlaanderen einrichtet. 

Alan Lucien Øyen, in jeder biografischen Notiz von Ihnen kann man lesen, dass Sie in der norwegischen Stadt Bergen quasi im Theater aufgewachsen sind. Sie haben dann aber doch nicht Schauspiel, sondern Tanz studiert. Stimmt, aber mein allererster Berufswunsch lautete tatsächlich Filmregisseur. Tänzer werden zu wollen, das war dann so eine fixe Idee von mir, als ich um die 17 war. Nach dem Studium fing ich also erst mal als Tänzer in verschiedenen Kompanien an, so auch bei Amanda ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2020
Rubrik: Menschen, Seite 28
von Pieter T‘Jonck