Buch, Bild, Ballett
Kommerziell bedeutet ein Jubiläumsjahr: Auflage und Reichweite steigern! Also hat der C. H. Beck-Verlag Jan Caeyers’ 2012 erschienene und hochgelobte «Beethoven»-Biografie neu aufgelegt. Der Dirigent zeichnet das «Psychogramm eines verwirrenden Künstlers», und das «elegant bis glänzend», wie seinerzeit die Kritiker von «ZEIT» und «FAZ» lobten (www.chbeck.de). Ganz und gar faszinierend ist, was die gehörlose Hip-Hop-Tänzerin Kassandra Wedel aus dem Ersten Satz der 5.
Symphonie herausholt: Eine Frau im roten Kleid treibt da am Rand des Nervenzusammenbruchs durch nächtliche Straßen. Produziert hat den Clip die Deutsche Grammophon, zu sehen ist er über www.beethoven--playon.com. Live erleben lässt sich Maurice Béjarts «The Ninth Symphony» ab 12. Juni mit dem Béjart Ballet in Lausanne (www.bejart.ch), längst ist das Spektakel freilich auch auf DVD erhältlich (www.euroarts.de). Bereits ab 9. April nimmt das Ballet de l‘Opéra de Lyon «Trois Grandes Fugues» wieder auf, choreografiert von Lucinda Childs, Anne Teresa De Keersmaeker und Maguy Marin (tanz 8/18, www.opera-lyon.com). Mit der Ballettschule der Mailänder Scala erarbeitet Heinz Spoerli am -28. Mai einen neuen «Prometheus» (www.teat ...
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Tanz April 2020
Rubrik: Beethoven, Seite 16
von
Reader: Rhythmik
Das letzte Wort ist nicht gesprochen. Auch deshalb lässt Gunhild Oberzaucher-Schüller am Ende auf eine Fortsetzung des fiktiven Dialogs zwischen einer Tanzhistorikerin und einem jungen Rhythmiker hoffen. Unter dem Titel «Rethinking Jaques-Dalcroze» findet sich ihr Gedankenaustausch gesprächsweise in einem Sammelband, der dem Thema «Rhythmik –...
«Projekt», das ist ein seltenes Wort im John-Neumeier-Kosmos. Fragmente oder Skizzen gab es schon, 2018 kam das «Beethoven-Projekt» dazu. Hamburgs Langzeitballettdirektor bezeichnet es selbst als Zwitter und Unikum in seinem Œuvre. Ein Werk von weit über zwei Stunden Länge, kein biografisches Handlungsballett, obwohl Lebensstationen aufgerufen werden, und auch...
Clärchens Ballhaus ist ein lebendes Fossil. Völlig aus der Zeit gefallen, liegt es – vom Zahn der Zeit gezeichnet – in der aufgeregten Mitte Berlins. Ein Ort mit Geschichte und Seele, in dem sich seit Generationen fast alles ums Tanzen dreht. Das Haus in der Auguststraße zählt zu den letzten Relikten einer einst florierenden Berliner Kultur: Etwa 900 Ballhäuser gab...
