Sparten, geht zusammen

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Wer vermeintlich chancenlos ist, setzt gerade in Krisenzeiten manchmal gemeinsam ungeahnte Produktivkräfte frei. Das gilt auch für traditionell eher schwergängige Institutionen mit eingeschliffenen Gewohnheiten – Theater eben. Zumal solche, die, von ihren dauerklammen Trägern kurz und kürzer gehalten, schon so gut wie abgeschrieben sind. Häuser wie das Volkstheater Rostock oder das Theater Hagen.

 

Es waren vor allem Schreckensmeldungen, die während der letzten Jahre von der Ostsee und aus Westfalen drangen: schrumpfende Budgets, Publikumsschwund, Personalabbau, veraltete Technik, mutlos agierende Kommunalpolitiker. Denkbar schlechte Voraussetzungen, um sich auf das Wesentliche, das Spiel auf der Bühne, zu konzentrieren. Als Joachim Kümmritz 2016 aus Schwerin nach Rostock berufen wurde, um das taumelnde Volkstheater wieder auf Kurs zu bringen, standen harte Einschnitte, selbst eine Teilabwicklung des Vierspartenbetriebs auf der Tagesordnung. Knapp drei Jahre später hat sich, nicht zuletzt dank eines um Ausgleich bemühten Führungsstils, das Klima gründlich gewandelt: Schauspielchef Ralph Reichel, der mit Spielzeitbeginn die Intendanz von dem inzwischen 70-Jährigen übernimmt, und die ...

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Tanz August/September 2019
Rubrik: Warm-up, Seite 1
von Albrecht Thiemann

Weitere Beiträge
Auditions, Wettbewerbe 8/9/19

Fortbildungen

«Creating Dance in Art and Education – Tanzpädagogik und Choreografie», Berlin 
Berufsbegleitende Weiterbildung der TanzTangente Berlin in Kooperation mit dem Berlin Career College der Universität der Künste Berlin
Infoveranstaltung am 30. Okt. in der Tanz Tangente
Anmeldefrist: 1. November
www.udk-berlin.de 

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst...

Ausstellungen 8/9/19

Ausdruckstanz und Bauhausbühne

Hannover als Tanzstadt? Mary Wigman lebte hier, als sie noch Marie Wiegmann hieß. Yvonne Georgi, ihre Schülerin, hinterließ tiefe Spuren. Harald Kreutzberg, auch er ein Wigman-Schüler, fand 1922 an den Städtischen Bühnen eine erste Anstellung als Solotänzer: genug Gründe also, um in Hannover wieder einmal an die große Zeit des...

Und Tschüss, Maestro

«Ihr Werk erinnert an die saubere Schmutzigkeit eines Neugeborenen oder von Sex, von etwas Innerem, das immer noch ein Mysterium birgt und ist.» Diesen schönen Satz sagt der portugiesische Dramatiker Luís Mário Lopes gegen Ende eines Gesprächs mit der Schriftstellerin Dulce Maria Cardoso über Mónica Calles Arbeiten. Cardoso fügt an: «Melodie und Muskel.» Und Lopes:...