solitudes solos
Es sind essenzielle, reduzierte Solotänze, die Daniel Léveillé in «Solitudes Solo» mit zum Teil höchster Kunstfertigkeit präsentiert. Das Stück, das keinerlei kommerzielle Konzessionen macht und populistische Befindlichkeiten allenfalls flüchtig streift, hat ihm bereits einige Lorbeeren eingetragen. Was der Choreograf für «Solitudes Solo» ersonnen hat, ist alles andere als leichte Kost. In fünf Variationen zeigen seine Tänzer Muskulatur und physische Kraft: Eine(r) nach der/dem anderen vollführen sie Permutationen der spezifischen Bewegungen.
Dabei schafft Léveillé eine stilistische Einheit, indem er einen Tänzer performen und wieder abgehen lässt, bevor der Nächste dessen Startposition einnimmt: Wachwechsel. Er ist ein Meister der Ordnung und nutzt kompakte Strategien, um die Körper, beinahe wie anatomische Anschauungsobjekte, zur Schau zu stellen. Straffe Muskeln, kräftige Schenkel, Rücken, die sich wellenförmig schlängeln: Es sind Körper voller Selbstvertrauen, bereit zu jeder Bewegung. Léveillé verwendet glides, Schwünge, Jetés, Pliés und Stürze durchaus mit Seitenblick auf das moderne Tanzvokabular der 1970er.
Der vitruvianische Mensch
Jeder Tänzer, jede Tänzerin ist ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: tanz im august, Seite 30
von Philip Szporer
Next academic year, P.A.R.T.S. in Brussels celebrates its twentieth birthday. Soon after it opened, it became a reference in dance education in Europe and even beyond, if only because some of the best teachers worldwide were linked to the school. Theo Van Rompay has been its head almost from the very first day on, right after Anne Teresa De Keersmaeker decided to...
Der Titel klingt dramatisch: «Coup Fatal», also «Todesstoß». So heißt Alain Platels neue Arbeit, die bei den «Wiener Festwochen» im Burgtheater uraufgeführt wurde. Das Bühnenbild – ein breiter Vorhang aus Schnüren, auf die, wie dem Programm zu entnehmen ist, Patronenhülsen gefädelt sind – verstärkt diese Kriegsmetapher. Versammelt sind: eine 13-köpfige Gruppe von...
newcomer_________
ula sickle
Sie hat die Welt der Künste nicht ganz unvorbereitet betreten: Ula Sickle, die kanadische Tänzerin und Choreografin mit polnischen Wurzeln, die derzeit in Brüssel lebt. Geboren 1978, studierte sie in ihrer Heimatstadt Toronto Kunstgeschichte, hängte weitere Semester in Paris dran und absolvierte danach die volle vierjährige Ausbildung...
