coup fatal
Der Titel klingt dramatisch: «Coup Fatal», also «Todesstoß». So heißt Alain Platels neue Arbeit, die bei den «Wiener Festwochen» im Burgtheater uraufgeführt wurde. Das Bühnenbild – ein breiter Vorhang aus Schnüren, auf die, wie dem Programm zu entnehmen ist, Patronenhülsen gefädelt sind – verstärkt diese Kriegsmetapher. Versammelt sind: eine 13-köpfige Gruppe von Musikern aus Kinshasa und der kongolesische Countertenor Serge Kakudji, der unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Faustin Linyekula («The Dialogue Series: III.
Dinozord») und Platel selbst («pitié!») auch in Europa bekannt wurde. Verantwortlich für «Coup Fatal» zeichnen mit Platel und Kakudji auch Fabrizio Cassol und der Gitarrist Rodriguez Vangama.
Das Ergebnis ihrer Liebesmüh ist ein zweistündiges Konzertvergnügen, in dem auffallenderweise keine einzige Frau auftritt. Die von Serge Kakudji ausgewählten und wunderbar weich gesungenen Barockarien wie die Toccata aus Monteverdis «Orfeo» über Antonio Vivaldis «Barbaro traditor» (aus «Bajazet») bis hin zu Händels «Rinaldo» entnommenem Evergreen «Lascia ch’io pianga» werden instrumental neu bearbeitet. Was von der Aufbereitung her ein wenig an die Zeit erinnert, als in ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: produktionen, Seite 22
von Helmut Ploebst
dvd_________
le corsaire
Monsieur Petipa, wie haben Sie das gemacht? Da heute keiner mehr – wie einst François Truffaut Alfred Hitchcock – diese Frage stellen kann, muss sich der zeitgenössische Cho-reograf entscheiden: Rekonstruiere ich aufwendig, empfinde ich nach oder schaffe ich gleich komplett einen Klassiker neu? Gerade bei Marius Petipas «Le Corsaire», der...
February 1933 was a time of trouble in Germany: Adolf Hitler carried his first address to the nation in the Reichstag, Hermann Göring assigned 55,000 SA troopers to official police missions, the first Nazi concentration camp was established, pornography and homosexuality were outlawed, and much worse was to come. Meanwhile, in Jerusalem, a "dance ball" (neshef...
ausschreibungen_____
«Tanzlabor_21 Residenzprogramm» in Frankfurt/Main
Neben regulären Residenzen –
das Tanzlabor_21 vergibt im Jahr 2014 drei Residenzen für Tanzproduktionen vom 6.–19. Okt.;
10. Nov. – 7. Dez. und 22. Nov. –
15. Dez. – umfasst das Programm auch Forschungsresidenzen, Stipendien für auswärtige KünstlerInnen
sowie Stipendien für die Nutzung
des Z,...
