sie/ihr oder she/her
das sind meine Pronomina und immer öfter nenne ich sie direkt dazu, wenn ich mich jemandem vorstelle. Das zu normalisieren, gibt trans Personen sowie Menschen, die sich außerhalb eines binären Geschlechtersystems verorten, die Chance, sichtbar zu werden und unangenehme Korrekturen oder Aufklärungsgespräche zu vermeiden. So weit, so einleuchtend. Aber warum ist das relevant für tanz? Im Redaktionsalltag kommen wir mit der-die-das und er-sie-es manchmal nicht weiter.
So zum Beispiel kürzlich: In einem Text wird über eine Person auf der Bühne geschrieben, «sie» wird als Pronomen verwendet – aber was, wenn es sich dabei um eine Person handelt, die sich eigentlich ein anderes Pronomen wünscht?
Die Menschen, über die unsere Autor*innen in einer Kritik schreiben, stellen sich ihnen im Normalfall nicht persönlich vor – und die geschlechtliche Identität ist nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar. Konsens ist, aus einer Position des Respekts den Künstler*innen gegenüber zu schreiben. Bei wem liegt aber die Verantwortung, ein sogenanntes Misgendern, also das Verwenden von Pronomina, mit denen sich eine Person nicht identifiziert, zu verhindern? Liegt sie bei den Personen selbst, die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2024
Rubrik: warm-up, Seite 1
von Johanna Rau
“I was a choreographer long before I was a dancer,” Arielle Smith told me when we met to discuss her brief but meteoric career to date. Still just 27, Smith has already won both the prestigious Olivier Award for Outstanding Achievement in Dance and - in 2021 - the UK National Dance Award for Emerging Artist. Her choreographic career began in a living room in the...
Im Jahr 2015 habe ich Overhead Project zum ersten Mal gesehen: Eine Kölner Vorstellung Eurer fantastischen Produktion «Carnival of the body». An welchem Punkt Eurer Karriere wart Ihr damals?
Tim Behren: Da lief es schon richtig gut für uns. Damals war ich selber noch als Akrobat und Tänzer auf der Bühne. Mein langjähriger Arbeitspartner Florian Patschovsky und ich...
Als Tänzer war Laurent Hilaire, Direktor des Bayerischen Staatsballetts, die Eleganz selbst: Hoch gewachsen, ausdrucksvoll, sprunggewaltig und dabei für feinzart lyrische Partien ebenso prädestiniert wie für Draufgänger, klassische Helden oder postmodernes Forsythe-Fortissimo. Die erste von ihm selbst geplante Spielzeit in München hat er mit einem Ballett bestückt,...
