Bücher 4/24
TANZTHEORIE UND -PRAXIS
Nur alle paar Jahre bringt der deutschsprachige Buchmarkt standardwerkverdächtige Publikationen zum Thema Tanz hervor. Aber der knapp tausendseitige Band, den Beate Hochholdinger-Reiterer, Christina Thurner und Julia Wehren unlängst unter dem Titel «Theater und Tanz. Handbuch für Wissenschaft und Studium» bei der Nomos Verlagsgesellschaft herausgegeben haben, dürfte den Sprung in die Muss-manhaben-Kategorie mühelos schaffen.
Wobei sich das «man» angesichts des stolzen Preises von 149 Euro auf Bibliotheken beschränkt, die dafür dann womöglich mehrere Online-Exemplare mit Verleih-Lizenz heraushandeln können.
Studierenden der Performanceund Tanzwissenschaft sei dieser Wälzer jedenfalls nachdrücklich ans Herz gelegt: So viel Wissen in so hoch konzentrierter Dosis, das ist eine Rarität. Zumal schon der Aufbau den mühelosen Umgang mit der Materie erleichtert: In vier Hauptkapiteln werden Prolog, «Definitionen und Grundbegriffe», «Methoden und Theorien», schließlich «Ästhetik und Praxis» vorgestellt – und zwar von Autor*innen, die nicht nur ihr Fach, sondern (jedenfalls meistens) auch jenen Sprachduktus beherrschen, der die akademische Wortschneiderei hinter sich ...
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Tanz April 2024
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Dorion Weickmann
“I was a choreographer long before I was a dancer,” Arielle Smith told me when we met to discuss her brief but meteoric career to date. Still just 27, Smith has already won both the prestigious Olivier Award for Outstanding Achievement in Dance and - in 2021 - the UK National Dance Award for Emerging Artist. Her choreographic career began in a living room in the...
In diesem Studio gibt es kein «Non». Auch kein «No», kein «wrong» und kein «that‘s a fail». Denn dieses Studio ist erklärtermaßen ein «safe space», ein Ort, an dem sich alle ausprobieren und einbringen können. Sagt Martin Chaix am Ende des Vormittags zu den Tänzern und Tänzerinnen auf der Probebühne des Staatstheaters Cottbus, die zugleich als Ballettsaal dient:...
«Solitude», Alexei Ratmanskys jüngste Premiere am New York City Ballet, ist eine anrührende, innovative und dezente Schilderung von gemeinschaftlicher Trauer, gewidmet «den Kindern der Ukraine, den Kriegsopfern». Doch die Story handelt eher von Eltern, die ihre Kinder verloren haben – und von der Hoffung, die mit der Trauer einhergeht. Das Stück verwandelt...
