Bücher 4/24
TANZTHEORIE UND -PRAXIS
Nur alle paar Jahre bringt der deutschsprachige Buchmarkt standardwerkverdächtige Publikationen zum Thema Tanz hervor. Aber der knapp tausendseitige Band, den Beate Hochholdinger-Reiterer, Christina Thurner und Julia Wehren unlängst unter dem Titel «Theater und Tanz. Handbuch für Wissenschaft und Studium» bei der Nomos Verlagsgesellschaft herausgegeben haben, dürfte den Sprung in die Muss-manhaben-Kategorie mühelos schaffen.
Wobei sich das «man» angesichts des stolzen Preises von 149 Euro auf Bibliotheken beschränkt, die dafür dann womöglich mehrere Online-Exemplare mit Verleih-Lizenz heraushandeln können.
Studierenden der Performanceund Tanzwissenschaft sei dieser Wälzer jedenfalls nachdrücklich ans Herz gelegt: So viel Wissen in so hoch konzentrierter Dosis, das ist eine Rarität. Zumal schon der Aufbau den mühelosen Umgang mit der Materie erleichtert: In vier Hauptkapiteln werden Prolog, «Definitionen und Grundbegriffe», «Methoden und Theorien», schließlich «Ästhetik und Praxis» vorgestellt – und zwar von Autor*innen, die nicht nur ihr Fach, sondern (jedenfalls meistens) auch jenen Sprachduktus beherrschen, der die akademische Wortschneiderei hinter sich ...
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Tanz April 2024
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Dorion Weickmann
Immer stärker erweitert sich das Tätigkeitsfeld von «Tanz und Kunst Königsfelden», dem von Brigitta Luisa Merki aufgebauten Zentrum in Baden bei Zürich. Seit letztem Jahr wird es von Filipe Portugal geleitet, der neben den Residenzen für Choreografen, der Produktion ihrer Uraufführungen und der Education-Arbeit mit Kindern ein neues Angebot etablieren will: Ab dem...
BALLET OF (DIS)OBEDIENCE
Sie sind schon fast auf Abschiedstour, bringen am 16. Mai aber immerhin noch eine Uraufführung heraus – mit Igor Levit (www.bregenzerfruehling.com). Doch zum Ende der Saison wird Richard Siegals fantastisches Ballet of Difference ausgetanzt haben. Der Vertrag mit dem Kölner Schauspiel endet, die Domstadt lässt das Ensemble ziehen, dem...
Noch vor ein paar Jahren wäre ein Strawinsky-Doppelabend eine Nummer sicher gewesen. Heute aber muss sich ein Theater, das «Petruschka» und «Der Feuervogel» auf die Bühne bringt, positionieren: Wie verhält man sich angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine gegenüber der russischen Balletttradition? Das von Xenia Wiest auf überregionale Sichtbarkeit...
