Sie erinnern sich?
Sie haben den Herrn auf dem Cover schon einmal gesehen? Es ist George Balanchine, der Vater des modernen Balletts. Eine Legende, um die so viele Legenden ranken, dass man die Erinnerung an ihn bald nicht mehr von der Erfindung unterscheiden kann. Was haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, vor knapp zwei Jahren etwa um diese Zeit gemacht? Hielten Sie etwa ballet-tanz in der Hand und dachten, was macht der Hummer mit dem Balanchine? Dann haben Sie jetzt ein Déjà-vu, das keins ist. Sie halten eine Zeitschrift in der Hand, die es wagt, denselben Titel noch einmal zu drucken. Um Sie zu erinnern.
An was?
Keine Kunst ist flüchtiger als der Tanz. Ein Gemeinplatz. Keine Kunst muss so sehr dafür sorgen, sich an sich selbst zu erinnern, an die Tanzschritte, an die Choreografie. Alles ist so schnell vergessen. Darum scheint auch keine Geschichte jünger als die des Tanzes – weil er zwangsweise immer zeitgenössisch sein muss. Dabei tanzte der Mensch schon, da hatte er das Alphabet noch nicht erfunden.
Unzählige Ballette sind vergessen. Viele Rekonstruktionen funktionieren nicht, weil die Novität von einst heute wie ein alter Hut wirkt. Überschaubar bleibt die Zahl traumhafter Klassiker, bei ...
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Tanzvorstellungen sind flüchtig. Jeder Tanzliebhaber weiß, dass Details eines Stücks manchmal schon nach einigen Stunden verflogen sind. Monate oder Jahre später bleibt auf dem Grund der Erinnerung oft nur der Bodensatz einer Stimmung, eines persönlichen Gefühls oder eines auffälligen Details. Natürlich halten Rezensionen und Betrachtungen etwas von dem fest, was...
The name chosen for the work is taken from a section in Georg Büchner’s play “Woyzeck.” By choosing this particular literary quote, Be’er circumvents the main theme of the play: the story of an anti-hero, a victim of war and its warped morals. Yet, the textual source inevitably raises certain expectations, particularly since Rami Be’er has been known to touch on...
Riki von Falken braucht auch für ihre Begegnung zwischen «Ungleichen» einen heiligen Hain, eine Art Todeszone aus höchstmöglicher Ordnung, beschwörender Stille, gefüllt mit Klängen von Ligeti und Cage. Tennisplatzgroß ist die Halle im ersten Stock der nunmehr alten Akademie der Künste in Berlin. Der halbseitig gelähmte Tim Petersen stößt wie ein Elefant ins...
