Stellungnahme
Kaum war mein Artikel über Balanchines unvollendete «rjivfhs jvfhjd» in der Oktobernummer 2003 von ballet-tanz erschienen, steckte ich bereits wieder über beide Ohren im Schreiben eines Ballett-Szenarios für den Komponisten Philippe Fénelon und den Choreografen Daniel Larrieu nach Jorges Luis Borges weltberühmter Kurzgeschichte «Las ruinas circulares» – als sich die ersten Zweifler an der Wahrhaftigkeit der von mir doch ausführlichst recherchierten und überprüften Balanchine-Geschichte meldeten.
Sowohl im Fischer-Verlag wie auch bei Octopus hieß es offiziell, von einer Frau Watanabe sei keine Buchveröffentlichung geplant.
Inoffiziell erfuhr ich beim Londoner Verlag, Frau Watanabe hätte seit längerem nichts mehr von sich hören lassen, und auch ihr versprochenes Manuskript, ließ man mich unter dem Siegel der Verschwiegenheit wissen, wäre längst überfällig. Als ich daraufhin mit Frau Watanabe Kontakt aufzunehmen versuchte, stellte sich heraus, dass ihr Telefonanschluss in Montauk nicht mehr funktionierte.
Ein Brief, den ich ihr schrieb, kam mehrere Wochen später mit der Bemerkung «Return to sender, name unknown» zu mir zurück. Da raffte ich mich eines Nachmittags zu einem erneuten Besuch ...
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Montréal-based Chanti Wadge came into dance “as a way of wanting to reflect on contemporary issues, and the experience of being human.” Her engagement in the form, like so many of her generation, is multi-faceted. “Multi-media can attend to different sense receptors that dance can‘t always,” she says. Technology affords her means to touch “the invisible, the...
At the beginning of the twentieth century, Edward Gordon Craig proclaimed that the human body should be entirely removed from the stage. He argued that the human body cannot be regarded as material to be formed, shaped and changed at will; that it can never be controlled completely. It is therefore unsuitable to serve as material for a work of art.
Craig’s...
Diese Geschichte von Simonides. Cicero erzählt sie in seiner Rhetoriklehre und entwickelt an ihrem Beispiel eine Erinnerungstechnik, die Namen und gar ganze Texte an Bilder koppelt. «Wer sich an einem Text oder an bestimmte Stichworte erinnern will», erklärt Levy einmal im «Memotrip» von Matthias Wittekindt die antike Gedächtniskunst, «baut sich zu jedem Wort ein...
