Showcase Beat le Mot: "Europiraadid"

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Luftholen für eine große Aufgabe: mit weiten Rumpfbewegungen und tiefen Atemzügen versucht die achtköpfige Crew, auf großen, schwankenden Holzbohlen mitten im Raum sitzend, ihr Schiff in Gang zu bringen.

Ein bunter Haufen, aus dem es in verschiedenen Sprachen tönt, ein romantischer Rebell im Stil Johnny Depps darunter, ein abgestumpfter Schlachtmeister, der «mit dem Enterbeil, dem Morgenstern und dem Küchenmesser» neue Methoden des Tötens kennenlernen will, eine kalte Räubernatur (wenn ich genügend Leute umbringe, bleibt mehr Leben übrig), ein Geldhai, der vom «Eros des Euro» träumt und ein Querdenker mit lackglänzendem Holzbein, der sich neue Bedürfnisse für die Mächtigen ausdenkt, um sie damit auszubeuten.

Vollkommen synchron sind die Kreisbewegungen ihres Rumpfs. Doch die Gemeinsamkeit auf dem Schoner «No money no funny» trägt nicht weit. Erst kommt es zu einer schweren Prügelei über die Frage, ob das erbeutete Geld wie immer ganz für «Rum und Weiber» ausgegeben oder ob ein Teil an der Börse angelegt werden soll – und damit der piratische Ehrenkodex, Gewinn nur unter Einsatz des eigenen Lebens zu erwirtschaften, auf den Prüfstand kommt. Dann spaltet sich die Mannschaft bei dem ...

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Tanz April 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 45
von Edith Boxberger

Vergriffen
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