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Wollte man mitten im Zwischenhoch zwischen den unabsehbaren pandemischen Wellen auch mal eine positive Bilanz ziehen, fiele einem zumindest der veränderte Umgang mit digitalen Medien ein. Die Scheu vor dieser Technik ging verloren. Man staunte, «wie beschämend einfach sie funktioniert. Wenn sie denn funktioniert», schrieb kürzlich Gesine Schwan, Mitglied der Grundwertekommission der Sozialdemokraten. Nun hofft sie, Anschluss an die Digital Natives zu finden.
Denn Leute wie Schwan konnten auf einmal Vorträge halten, ohne zu reisen und ohne sich den zeitintensiven Ritualen des sozialen Miteinanders auszusetzen. Was bequem ist, aber ganz sicher das Gegenteil von dem, was die Menschen am meisten vermissten, als sie im Malstrom der Streams und Zooms eine fast manische Sehnsucht nach Haptischem, nach Körperlichem und nach Live-Erlebnissen entwickelten.
Nach einer langen Phase enervierender Online-Sessions bleibt vor allem Schreckliches in Erinnerung: etwa all die Küchen und beengten Wohnräume betrachten zu müssen, in denen Tanzpädagogen und -pädagoginnen ebenso wie die Teilnehmenden ihrer Kurse gegen alle Widerstände des Mobiliars ihrem Beruf weiterhin nachzugehen trachteten. Privacy ...
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Tanz August/September 2021
Rubrik: Praxis, Seite 52
von Arnd Weseman
Auditions
backsteinhaus produktion, Stuttgart
is searching for two male dancers with strong contemporary physical skills for the upcoming production in 2022 Audition: 22 August in Stuttgart Deadline for application: 8 Augustaudition@nickiliszta.de
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DER WEISSE TURM VON MULEGNS
Wer das Modell des «Weißen Turms» von Mulegns für das Werk eines Zuckerbäckers hält, liegt gar nicht so falsch. Tatsächlich haben die Familien Poltera und Jegher dem Bergdorf im Schweizer Kanton Graubünden einst zu einem gewissen Wohlstand verholfen, nachdem sie im Ausland mit ihren Patisserien das große Geld gemacht hatten. Inzwischen...
In Zeiten wie diesen ist es schon nicht einfach, ein Bild von der Lage zu zeichnen. Umso größer scheint die Herausforderung, sich an die Bewegungsmuster der Verhältnisse unserer «postpandemischen» Gegenwart heranzuwagen. Denn das braucht, so widersprüchlich es auch klingen mag, ein bestimmtes Maß an Distanzierung. Martin Schläpfer, seit dem Vorjahr Leiter und...
