Seitensprung in der Lokremise

Philipp Egli: «Schlafende Hunde wecken» in St. Gallen

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Schau, was kommt von draußen rein? Es ist nicht das feine Liebchen, auch wenn es sich zuweilen durchaus fein und lieblich gebärdet. Es ist auch nicht der Nikolaus, trotz der dicken Mäntel und der wuchtigen Schritte. Bunte Gestalten sind es, die zum Fenster einsteigen oder aus Schlafsäcken kriechen und gern Lenny Kravitz hören, denen aber auch Franz Schuberts Klaviermusik in die Glieder fährt.

Mit «Schlafende Hunde we-cken» ist Philipp Egli eine Choreografie gelungen, die die Zuschauenden mit augenfälliger Musikalität für flüchtige Momente richtig jauchzen lässt und sie dann vorsätzlich so bestürzt, bis es einen schwelgen und schwindeln macht. Pulsierend rhythmisiert und räumlich raffiniert komponiert, lässt der aus Zürich stammende Choreograf seine vierzehn­köpfige Tanzkompanie Theater St. Gallen immer neu ausholen zu überschwäng­licher Ausgelassenheit und versunkener Innigkeit, zu gezitterter Agonie und unbändiger Wut, zu getorkelter Gleichgewichtsstörung und leichtfüßiger Harmonie.
Dabei tut sich nicht nur eine vielfältige Spannung auf zwischen der Musik und dem wechselnd on und off beat choreografierten Tanz. Und auch die räum­lichen Verhältnisse spiegeln sich thematisch clever ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: On Stage, Seite 47
von Christina Thurner

Vergriffen
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