Screening 4/24
BALLET OF (DIS)OBEDIENCE
Sie sind schon fast auf Abschiedstour, bringen am 16. Mai aber immerhin noch eine Uraufführung heraus – mit Igor Levit (www.bregenzerfruehling.com). Doch zum Ende der Saison wird Richard Siegals fantastisches Ballet of Difference ausgetanzt haben. Der Vertrag mit dem Kölner Schauspiel endet, die Domstadt lässt das Ensemble ziehen, dem nichts anderes übrigbleibt, als sich aufzulösen.
Immerhin existieren ein paar Aufzeichnungen, etwa von jenem fulminanten «Ballet of (Dis)Obedience», das Siegal im März 2023 für seine Kompanie maßgeschneidert hat. Vorausgegangen war eine gemeinsame Recherche in Japan, um das dort kultivierte kollektive Ausschreiten formvollendet einzuüben. Bei der Uraufführung in Köln gesellte sich noch die Pina-Bausch-Heroine Nazareth Panadero hinzu – Abrundung einer Performance, die Arte dankenswerterweise ab 14. April online zur Verfügung stellt und einen Tag später auch via TV ausstrahlt. Ein wunderbares Farewell! www.arte.tv
Ballett im Kino
Live aus dem Royal Opera House in London, www.rohkinokarten.com
24. April, 20.15 Uhr: «Schwanensee» in der Choreografie von Liam Scarlett, mit Yasmine Naghdi und Matthew Ball, The Royal Ballet
3sat, w ...
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Tanz April 2024
Rubrik: Kalender, Seite 42
von
Newcomerin
Micaela Taylor
Ich bin zu Gast bei einer Probe des Ballet BC in Vancouver: Barfuß, in glänzender Jogginghose und mit Basecap beobachtet Micaela Taylor die Tänzerinnen und Tänzer im Studio. Die 30-Jährige ist es längst gewöhnt, dabei zuzusehen, wie sich die von ihr kreierten muskulösen, oft ruckartig stotternden Schritte und Rhythmen in tanzenden Körpern...
Micaela Taylor watches the dancers from under the brim of her baseball cap, dressed in sleek sweats, barefoot. At 30 years old, the quietly spoken American is used to putting her muscular, often stuttering steps and rhythms into the bodies of her collaborators—this time, in the rehearsal I watched in Vancouver, Canada, the dancers of Ballet BC.
Los Angeles, though,...
Das literarische Genre True Crime ist höchst populär und auf allen medialen Kanälen verfügbar. Demis Volpi, scheidender Chef des Ballett am Rhein, hält die Gattung, die reales Leid als Unterhaltungsstoff verkauft, für sehr fragwürdig. Für seinen neuen Abend «True Crime», der das Phänomen kritisch beleuchtet, fand er zwei Gleichgesinnte: Andrey Kaydanovskiy und die...
