Screening 4/20
La Chana
Antonia Santiago Amador, 1946 geboren, legte sich den Künstlernamen «La Chana» zu und wurde berühmt als eine der spektakulärsten Flamenco-Tänzerinnen des 20. Jahrhunderts. Inzwischen über 70 Jahre alt, ist sie immer noch eine Frau von unwiderstehlicher Grandezza. In der Dokumentation von Lucija Stojevic «La Chana – mein Leben, ein Tanz» gibt sich die temperamentvolle Bailarina gar keine Mühe, dem Gegenüber zu gefallen. Sie tut, was sie will.
So hat sie es immer gehalten, so hält sie es auch heute noch, wenn jemand ihren Stil, ihre Karriere, ihre Auftritte analysieren will. Dann lieber die eigene Kunst zelebrieren, und sei es infolge arthritischer Knie – im Sitzen! Was hervorragend funktioniert und zu besichtigen ist am 5. April, 22.35 Uhr sowie am 21. April um 5 Uhr auf
www.arte.tv
3sat, www.3sat.tv
6. April, 6.00h: «Can Can und Champagner – Das Moulin Rouge», Dokumentation, 2015
arte, www.arte.tv
5. April, 22.35h; 21. April, 5.00h: «La Chana – Mein Leben, ein Tanz», Dokumentarfilm über La Chana – die katalanischen Tanzlegende Antonia Santiago Amador, Spanien 2019
Online auf arte.tv bis zum 10. April: «Tanz, Macht, Missbrauch – Das Ende des Schweigens?», Dokumentation ...
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Tanz April 2020
Rubrik: Kalender, Seite 46
von
Wochenlang nicht ins Theater? Natürlich kann man zum Buch greifen, thematisch einschlägig sozusagen. Dafür empfiehlt sich Jean-Marie Gustave Le Clézios Pocken-Roman «Ein Ort fernab der Welt», Philip Roths Polio-Saga «Nemesis» oder José Saramagos «Die Stadt der Blinden». Trotzdem werden Entzugserscheinungen wohl unvermeidlich sein und Ersatzstoffe heiß begehrt. Denn...
Waschmaschine, Mikrowelle, Trockner, Fernseher, Computer: angeschaltet, können sich ihre Geräusche summieren, und im Staatstheater Braunschweig geschieht genau das. Mit der Zeit schwillt der kollektive Klang der vorgestellten Gerätschaften ohrenbetäubend an; das Rattern und Rauschen will kein Ende nehmen. Kein Wunder, dass sich die neun Tänzer und Tänzerinnen...
Das Publikum schaut konzentriert Richtung Bühne. Und als der Vorhang sich hebt, sitzt da: das Ballettensemble des Staatstheaters Oldenburg. Und schaut konzentriert Richtung Pub-likum, streng, ernsthaft, ein wenig spöttisch. Ein Spiegel.
Der Spiegel ist ein zentrales Motiv des «Vanitas»-Gedankens: Er steht für die Vergänglichkeit des Schönen, auch für die...
