schwarzmalerei

Dunkelhäutige Tänzer und Tänzerinnen im Ballett? Fehlanzeige, sagen zwei britische Journalistinnen und diagnostizieren: Rassismus. Eine allzu simple Antwort, die den Denkhebel an der verkehrten Stelle ansetzt

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«Wo sind die schwarzen Balletttänzer?», fragten im Herbst 2012 Olivia Goldhill und Sarah Marsh in der britischen Tageszeitung «The Guardian». Die Autorinnen, selbst weder Tanzkritikerinnen noch bislang mit einschlägigen Publikationen in Erscheinung getreten, beklagen den Umstand, dass es in großen, internationalen Ballettkompanien so wenig schwarze Tänzer gibt. «Tänzer dunklerer Hautfarbe», so der Auftakt des Artikels, fühlten sich in der Welt des klassischen Balletts «nicht immer willkommen».

Carlos Acosta, Principal Guest Artist beim Royal Ballet, und Junor Souza, Tänzer beim English National Ballet, kommen darin ebenso zu Wort wie Aesha Ash und Christopher McDaniel, zwei Performer mit vornehmlich US-amerikanischem Erfahrungshorizont, deren Bemerkungen denn auch am pointiertesten ausfallen. Die geringe Anzahl schwarzer Tänzer in Ballettkompanien, so das Fazit der Journalistinnen, sei die Folge von institutionellem Rassismus; dunkelhäutigen Künstlern würde der Zutritt zu «rein weißen» Kompanien verwehrt, da sie aufgrund ihrer Hautfarbe deplatziert wirkten. Kein Zweifel: Institutioneller Rassismus – sofern und wo immer er in der Tanzwelt existiert –, muss energisch angeprangert ...

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Tanz April 2013
Rubrik: ideen, Seite 62
von Mike Dixon

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