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Newcomer: Christine Borch – Marco Santi kündigt St. Gallen – Wer ist der Böse am Bolshoi?

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christine borch

Die Presse vergaß nicht, mehrfach die Schönheit der drei Tänzerinnen zu betonen, die auf einem runden Präsentierteller lagen, in delikat weiten Blusen, die stöhnten, orgiastisch atmeten und gemeinsam zu einem Höhepunkt kamen. Zur Eröffnung der «Tanztage» in Berlin sah man sie darauf in glücklicher Erschöpfung mit melodischen Affenlauten einen gemeinsamen Rhythmus erzeugen. Kurz erinnerte Christine Borchs «One Revolution, Respiration» da an Stanley Kubricks Film «2001 – Odyssee im Weltraum», erste Szene.

Eine Affenhorde in Ekstase, Kain erschlägt Abel, ein Knochen fliegt. Schnitt. Ein Raumschiff fliegt. Bei Borch weitet den Horizont nicht der Atemzug der Weltgeschichte, sondern der Hauch des Erotischen.

«Intimate nature» nennt die gebürtige Dänin ihr Begehren: «In meiner Kunst suche ich Intimität, den Austausch. Das kann die Intelligenz eines anderen sein oder sein Körper.» Austausch und Atem ist für sie ein Naturprinzip: wie der Wärmetausch des Wetters. «Body Weather» hat das ihr Butoh-Meister Min Tanaka genannt, sie selbst nennt sich ein «Kind des Klimawandels». Und worauf läuft der hinaus? Auf Naturesoterik? Eine Atemschule? Oder doch auf den ...

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Tanz April 2013
Rubrik: menschen, Seite 28
von

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