Schulen, die bewegen
Wie ist die momentane Situation? Gerade hatten wir wieder Aufnahmeprüfungen. Es gibt immer zwei fürs kommende Wintersemester: im März und im Juni. Beworben hatten sich ungefähr einhundert Leute. Wir nehmen jedes Jahr aber nur maximal zwölf Studierende auf. Das Studium dauert vier Jahre, mit einer Vordiplomprüfung nach dem vierten Semester und der Diplomprüfung und der schriftlichen Diplomarbeit am Ende.
Woher kommen die Bewerber? Aus ganz Europa, Südamerika, Asien, dem Nahen Osten. Diesmal waren relativ viele Deutsche dabei.
Wir haben allerdings spezielle Kooperationen, unter anderem mit Polen und mit anderen Tanzausbildungsstätten in Rotterdam, Amsterdam, Tilburg, Wien, Istanbul. Mit den einen tauschen wir einzelne Studenten für drei bis neun Monate aus. Mit den anderen ist es ein Austausch auf Dozentenebene.
Was macht den Frankfurter Studiengang so speziell? Was erwarten die jungen Leute gerade von der Ausbildung in Frankfurt? Wir sind klassischer und zeitgenössischer als andere. Wobei wir den klassischen Tanz als eine zeitgenössische Form begreifen und umgekehrt den zeitgenössischen Tanz als eine, die Geschichte hat. Da gehen wir in die Extreme. Denn «klassisch» heißt hier auch ...
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Manche wähnen das Land der Zelte irgendwo dort, wo einem die Zensur einen Strich durch die Rechnung macht. Doch Tentland liegt überall. In Ansichtskarten aus aller Herren Länder schnitt Helena Waldmann jene konischen Zelte, die im Iran das «schwache» Geschlecht vor männlichen Blicken «schützen». Es ist eine Frage der Perspektive.
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Kein Blick zurück im Zorn? Warum denn? Wohl muss Enno Markwart, seit August 1997 Rektor der Palucca Schule Dresden, Ende des Semesters gehen – aber nur, weil ein sächsisches Gesetz nach drei Amtsperioden keine Weiterbeschäftigung erlaubt. «Ich habe eine persönliche Bindung an die Schule», räumt er freimütig ein, «und deshalb bin ich mir sicher: die schweren Stunden...
